Bald 4 Mio. TEU mehr Kapazität im Hafen Rotterdam

Konstruktion von neuen Kaianlagen im Prinses Amaliahaven (Maasvlakte II) soll bis Mitte des Jahres 2024 abgeschlossen sein.

Bald 4 Mio. TEU mehr Kapazität im Hafen Rotterdam Bild: Port of Rotterdam-Robert Tjalondo / Unterzeichnung mit (von links nach rechts): Mark van der Hoeven (Van Oord), Dirk Osthus (Hochtief), Jeroen Steens (Director Port Development Hafenbetrieb Rotterdam), Ronald de Geus (Ballast Nedam) und Boudewijn Siemons (Hafenbetrieb Rotterdam).

Der Hafenbetrieb Rotterdam hat ein europaweites Ausschreibungsverfahren für die Konstruktion von rund 2,4 Kilometern an Kais und Stützmauern im Prinses Amaliahaven durchgeführt. Den Zuschlag bekam das Baukonsortium von Hochtief, Ballast Nedam und Van Oord.

Damit wurde das Startsignal für die weitere Entwicklung des Hafens auf der Maasvlakte II gegeben. Nach der Erschließung sollen im Rotterdamer Hafen jedes Jahr vier Millionen Standardcontainer (TEU) mehr (+28 %) umgeschlagen werden können als bisher.

„Das Containervolumen nimmt vor allem durch den E-Commerce bedeutend zu“, erklärt Boudewijn Siemons, leitender Geschäftsführer des Hafenbetriebs Rotterdam. „Daran wird sich vorläufig auch nichts ändern. Um auf die Entwicklungen vorbereitet zu sein und unsere Stellung als größter Containerhafen Europas zu verstärken, investieren wir jetzt in die Erweiterung des Prinses Amaliahavens.“

Im Prinses Amaliahaven operieren die Containerterminals APM Terminals und RWG an Kaianlagen von 1.500 beziehungsweise 1.700 Meter Länge. Die Konstruktion neuer Tiefsee- und Binnenschifffahrtskais eröffnet diesen Unternehmen die Möglichkeit, zu gegebener Zeit die Gelände im Umkreis des Hafens weiterzuentwickeln. Beide Terminal-Betreiber haben sich zu diesem Zweck bereits Optionen gesichert.

Der Neubau wird an beiden Seiten des ungefähr 2,5 Kilometer langen Hafens realisiert. Insgesamt werden 1.825 Meter Tiefseekais 160 Meter Binnenschifffahrtskais und 360 Meter Stützmauern neu angelegt. Die ersten 500 Meter der Kaimauer sind voraussichtlich Ende 2022 fertiggestellt. Spätestens eineinhalb Jahre später soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein.

Außer der Konstruktion der Kais mit einer Höhe von 29 Metern, muss bis zu einer Tiefe von gut 20 Metern unter dem Meeresspiegel gebaggert werden, um die Anlagen zu bauen. Darüber hinaus wird auf einer Strecke von ungefähr 1,8 Kilometer Länge eine auf Pfähle gestützte hintere Kranbahn errichtet. Darauf sollen in Zukunft die hinteren Stützen der Containerkräne laufen.

www.portofrotterdam.com

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