Hörmann Logistik erwirbt österreichische Klatt Fördertechnik GmbH

Für beide Unternehmen ergeben sich viele Synergien für ein fortgesetztes ambitioniertes Wachstum in der Intralogistik

Hörmann Logistik erwirbt österreichische Klatt Fördertechnik GmbH Bild: Hörmann Logistik

Die Hörmann Logistik GmbH, ein Unternehmen der Hörmann Gruppe, ist seit 32 Jahren ein Generalunternehmer (GU) für die Lieferung von smarten und innovativen Intralogistiksystemen. Jetzt übernimmt das Unternehmen die Mehrheit an der österreichischen Klatt Fördertechnik GmbH.

Die Klatt Fördertechnik hat sich in ihrem 19-jährigen Bestehen zu einem namhaften Hersteller von Fördertechnikanlagen entwickelt. „Mit unserem Zusammenschluss stärken wir nicht nur unsere Kernkompetenzen, sondern bauen diese auch strategisch weiter aus“, betonen Steffen Dieterich und Oliver Vujcic, Geschäftsführer der Hörmann Logistik.

Das GU-Geschäft der Klatt Fördertechnik führt die Hörmann Logistik fort, während die Klatt Fördertechnik die Partnerschaft für ihre Endkunden und Integratoren ausbauen wird. Damit entwickeln sich beide Unternehmen zu einem maßgeblichen Anbieter in der Intralogistikbranche, der insbesondere im Mittelstand agiert.

Die Stärke der Hörmann Logistik liegt in der Integration verschiedenster Gewerke in ein Gesamtsystem mit der Projektierung der Anlagen, dem Projektmanagement, der Automatisierungstechnik und dem Warehousemanagementsystem „Hörmann intra Logistics System“, kurz HiLIS. Die Klatt Fördertechnik überzeugt als Vollsortimenter für die Fördertechnik von Paletten, Behältern, Kartons und Sonderanfertigungen mit einfallsreichen Konstruktionen und bewährten Produkten im Premiumsegment. 

www.hoermann-logistik.de; www.klatt.at

Österreichs Industrieproduktion hat in 2018 auf 175 Mrd. Euro zugelegt

Im laufenden Jahr zeichnet sich eine Abschwächung des Wachstums und eine Verschärfung des Fachkräftemangels ab

„Österreichs Industrie kann über das abgelaufene Jahr insgesamt eine positive Bilanz ziehen. Unsere Sparte konnte den konjunkturellen Rückenwind nutzen und so trotz des generell hohen Wettbewerbsdrucks gut performen“, fasst Sigi Menz, Obmann der Bundessparte Industrie in der WKÖ, zusammen.

Die Industrieproduktion stieg 2018 auf 175 Mrd. Euro (nominell plus 9,5 %), geht aus der aktuellen Erhebung der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich hervor. Deutlich überdurchschnittliche Produktionszuwächse verzeichnen dabei die Mineralölindustrie und die Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen, die stark von der internationalen Öl- und Gaspreisentwicklung abhängen. „Rechnet man diese beiden Branchen, die überproportional gewachsen sind, heraus, so reduziert sich die Steigerung des Produktionswerts auf 5,3%“, präzisiert Bundesspartengeschäftsführer Andreas Mörk.

Auch bei den Auftragseingängen melden die Industriebetriebe es ein Plus, und zwar um 6 Mrd. Euro auf 108,1 Mrd. Euro. Knapp drei von vier Aufträgen kommen dabei aus dem Ausland.

Bild: WKO

Die heimische Industrie ist auf Auslandsmärkten weiterhin stark präsent: Die Warenausfuhren legten um mehr als 8 Mrd. auf 150 Mrd. Euro zu. 104 Mrd. Euro davon stammen aus der Industrie, wie Andreas Mörk ausführte. Die wichtigsten Zielländer für die Warenlieferungen aus Österreich sind Deutschand (mit einem Anteil von mehr als 30% auf rund 45 Mrd. Euro), die USA (7,1%) sowie Italien (6,5%), alle drei Märkte verzeichneten dabei im vergangenen Jahr spürbare Zuwächse.

Positiv ist auch die Entwicklung bei den Beschäftigten: Der Gesamtbeschäftigtenstand (Eigenpersonal und Fremdpersonal) in der heimischen Industrie legte im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent  auf 453.140 Personen zu. Das Plus war sowohl bei Arbeitern, als auch bei Angestellten zu verzeichnen. Die österreichische Industrie konnte damit 2018 den Mitarbeiterstand des Jahres 2008 nahezu wieder erreichen.

„Besonders freut uns, dass die Zahl der Lehrlinge in der Industrie im vergangenen Jahr weiter zulegen konnte, und zwar um knapp 4 Prozent auf insgesamt 15.754 in insgesamt rund 1.200 Ausbildungsbetrieben“, führt Andreas Mörk aus.

Wie der Fachkräfteradar der Wirtschaftskammer zeigt, verschärft sich in 2019 vor allem in industrieintensiven Bundesländern wie Vorarlberg, Tirol und der Steiermark der Fachkräftemangel. Gesucht werden vor allem Techniker und Anlagen- und Maschinenbediener. Bei den Qualifikationen sind Lehr- und HTL-Absolventen besonders gefragt.

Dass sich heuer eine Abschwächung des Wachstums abzeichnet, lässt sich am aktuell abgefragten Stimmungsbild der Industriefachverbände ablesen. Demnach fallen die Konjunktureinschätzungen für das erste Quartal 2019 etwas vorsichtiger aus. Einige Fachverbände melden Auftragsrückgänge, bei den Beschäftigten ist die Einschätzung derzeit ausgeglichen.

www.wko.at

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