Hafen Hamburg: Starkes Wachstum im Containerumschlag

Im Seehafen-Hinterlandverkehr auf der Schiene wurde 2019 mit 2,7 Mio. TEU ein neuer Rekordwert erzielt

Hafen Hamburg: Starkes Wachstum im Containerumschlag Bild: HHLA, Thies Rätzke

Deutschlands größter Universalhafen weist für das Jahr 2019 mit einem Seegüterumschlag von 136,6 Mio. Tonnen (+1,1 Prozent) ein stabiles Ergebnis aus. Hamburg konnte sich trotz einer Abschwächung des weltweiten Handels und bestehender Handelssanktionen sehr gut in einem schwierigen Umfeld behaupten.

Der Containerumschlag sorgte mit 9,3 Mio. TEU für ein starkes Wachstum von 6,1 Prozent. „Neben dem Start von vier neuen Transatlantik-Liniendiensten, die uns ein starkes Wachstum im Containerverkehr mit den USA und Mexiko brachten, sorgten auch ein neuer Asien- und ein Indiendienst sowie zwei Mehrzweckdienste für zusätzliche Ladung. Diesen Aufschwung nehmen wir mit in das Jahr 2020“, erläutert Axel Mattern, Vorstandsmitglied im Hafen Hamburg.

In dem für den Hamburger Hafen so wichtigen Seehafen-Hinterlandverkehr konnte besonders der umweltfreundliche Containertransport auf der Schiene zweistellig zulegen. Mit der Eisenbahn wurden 2019 insgesamt 2,7 Mio. TEU zwischen den Terminals im Hamburger Hafen und Terminals im Binnenland transportiert. Das ist ein Plus von 10,4 Prozent und ein erneutes Rekordergebnis für die Hamburger Hafenbahn. Auf deren Netz verkehrten 2019 rund 62.000 Güterzüge mit rund 1,7 Mio. Güterwagen. Transportiert wurde eine Gesamtmenge von 48,2 Mio. Tonnen Güter (+3,0 Prozent).

Im seeseitigen Containerverkehr mit China, Hamburgs wichtigstem Handelspartner, wurden im Jahr 2019 in Hamburg insgesamt 2,6 Mio. TEU (+1,7 Prozent) umgeschlagen. „Die Auswirkungen durch den Coronavirus auf die Mengen im Außenhandel mit China lassen sich im Moment noch nicht genau feststellen. Es dürfte je nach Länge der Einschränkungen in der chinesischen Wirtschaft aber zu einem deutlichen Rückgang kommen, der sich dann auch zeitversetzt im Umschlag von Chinaladung in Hamburg zeigen wird“, schätzt Axel Mattern.

Die in der Umsetzung befindliche Fahrrinnenanpassung macht den Reedern die Anläufe in Hamburg in Zukunft nicht nur leichter, sondern ermöglicht auch die Mitnahme von mehr Ladung. Der Hamburger Hafen verzeichnete im Jahr 2019 insgesamt 684 Anläufe von Ultra-Large Container Ships (ULCS). Das sind Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von mehr als 10.000 TEU. In der Größenklasse ab 18.000 TEU waren es im vergangenen Jahr 165 Containerschiffe.

www.hafen-hamburg.de

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