„K“ Line, MOL und NYK fusionieren in der Containerschifffahrt

Mit einer Flottenkapazität von rund 1,4 Mio. TEU besetzt das japanische Bündnis künftig 7 Prozent des Weltmarktes

„K“ Line, MOL und NYK fusionieren in der Containerschifffahrt

Kawasaki Kisen Kaisha, Ltd. (“K” Line), Mitsui O.S.K. Lines Ltd. (MOL) und Nippon Yusen Kabushiki Kaisha (NYK) gründen ein Joint Venture in der Containerschifffahrt unter Einschluss der weltweiten Terminalaktivitäten (mit Ausnahme von Japan). Der Zusammenschluss der Linienschifffahrtssparten der drei japanischen Reedereikonzerne steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Behörden. Das wurde am 31.Oktober in Tokio bekannt gegeben.

Begründet wird dieser Entschluss mit den Herausforderungen in der Containerschifffahrt, hervorgerufen durch ein gebremstes Wachstum bei gleichzeitiger Indienststellung von zahlreichen Neubauten. Diese beiden Faktoren haben laut den Angaben der drei japanischen Reedereien zu einem Ungleichgewicht bei Angebot und Nachfrage geführt und die Profitabilität der Unternehmen massiv beeinträchtigt. 

In Anbetracht dieser Tatsache suchen viele Anbieter ihr Heil in Fusionen und Akquisitionen, was eine weitreichende Marktkonsolidierung bewirkt. Unter diesen Umständen fassen nun auch “K” Line, MOL und NYK ihre Operationen in der Containerschifffahrt auf gleichberechtigter Basis zusammen, um weiterhin effizient und wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Das neue Joint Venture soll aus der Bündelung der Stärken der drei Containerreedereien deutliche Synergieeffekte generieren. Allein aus dem Zusammenschluss der Flotte zur einem Verband mit 1,4 Mio. TEU Kapazität erwarten sich die Verantwortlichen Integrationseffekte in der Größenordnung von 110 Mrd. Yen oder umgerechnet knapp 1 Mrd. Euro im Jahr. 

Zeitplan:

-) Vertragsabschluss: 31. Oktober 2016
-) Gründung des Joint Venture: 1. Juli 2017 (geplant)
-) Operativer Start: 1. April 2018 (geplant) 

www.kline.com; www.mol.co.jp; www.nyk.com

 

 

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