Verein Netzwerk Logistik wächst um ein Viertel

Das Sprachrohr des wichtigen Wirtschaftssektors macht der Politik Vorschläge für lösungsorientierte Maßnahmen.

Verein Netzwerk Logistik wächst um ein Viertel Bild: ÖVZ-Martin Müller / Von links: Hubert Zajicek, Franz Staberhofer, Peter Umundum

Eine sehr zufriedenstellende Bilanz über die geleistete Arbeit des Vereins Netzwerk Logistik (VNL) zieht dessen Obmann Franz Staberhofer. „Die Logistik ist ein echter Erfolgsfaktor geworden“, konstatierte er bei einer Pressekonferenz im Rahmen des Österreichischen Logistiktags 2025 im Design Center in Linz.

Seit 2024 sei das VNL-Netzwerk um ein Viertel gewachsen. „Heute haben wir fast 560 Unternehmen mit mehr als 5.600 Fach- und Führungskräften“, rechnet Franz Staberhofer vor. In den kommenden Jahren sollen neue Veranstaltungsformate und zusätzliche Standorte das bestehende VNL-Angebot weiter vergrößern.

„Logistikströme können sich heute von einem auf den anderen Tag dramatisch verändern“, stellt der VNL-Obmann mit Verweis auf die eklatanten Zollerhöhungen in den USA fest. Vor diesem Hintergrund steht beim diesjährigen Österreichischen Logistiktag das Thema „Verlässlichkeit“ im Mittelpunkt. Mit seinen Empfehlungen für lösungsorientierte und umsetzbare Maßnahmen will der VNL dazu beitragen, Österreichs Wirtschaft resilient, digital und nachhaltig auszurichten.

Verlässlichkeit bildet auch für den Stahl- und Technologiekonzern voestalpine einen zentralen Bestandteil seiner Geschäftstätigkeit. „Logistik ist das Rückgrat einer wettbewerbsfähigen Industrie. Als Binnenland ist Österreich in besonderem Maß auf gut funktionierende internationale Logistikverbindungen angewiesen“, macht Hubert Zajicek, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und VNL-Beiratssprecher, aufmerksam.

Die seit längerem angespannte Lage im Bahnverkehr benachbarter Länder verdeutliche die zentrale Bedeutung leistungsfähiger Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund begrüße man das politische Bekenntnis zum Industriestandort Österreich und zur Stärkung der Logistik, betont Hubert Zajicek.

„Jetzt gilt es, die angekündigte Industrie- und Logistikstrategie rasch auszuarbeiten, miteinander zu vernetzen und in konkrete Maßnahmen zu überführen. Ziel muss es sein, Logistik als integralen Bestandteil wirtschaftlicher Resilienz zu verankern“, fordert der voetalpine-Vorstand. 

Peter Umundum, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstandsdirektor Paket & Logistik der Österreichischen Post AG und stv. VNL-Beiratssprecher, weist auf die große Bedeutung der Ausbildung in diesem Wirtschaftszweig hin: „Auch in Zukunft werden Menschen das Herz der Logistik bleiben. Um die Branche nachhaltig zu stärken, ist ein durchgängiges Bildungskonzept erforderlich – von der Schule über die Lehre bis zur Hochschule.“

Gemeinsam mit einigen seiner Mitglieder ist der VNL schon in Vorleistung gegangen und bietet an fast 80 Schulen in ganz Österreich für mehr als 3.600 Schülerinnen und Schülern Lernmaterialien, Infoveranstaltungen und Schnuppermöglichkeiten an. Damit sollen junge Menschen schon heute für die Logistik von morgen begeistert werden.

Mit seinen über 5.600 Mitgliedern ist der VNL das größte Wirtschaftsnetzwerk im Bereich Logistik in Österreich. Ziel ist, die aktuellen und zukünftigen Anforderungen an die Logistik mit Lösungen aus Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Technologiezentren und privaten Gesellschaften zusammenzubringen.

Der VNL ist auch Gründungsmitglied des Supply Chain Intelligence Austria (ASCII). Als Mitglied der European Logistics Association (ELA) vertritt der VNL Österreichs Logistik auf europäischer Ebene.

www.vnl.at