Zwei obersteirische Unternehmen, der Bahnlogistiker Innofreight aus Bruck an der Mur und der Stahlrohrerzeuger voestalpine Tubulars aus Kindberg, bringen den H2Tainer auf den Markt – eine mobile Containerlösung für den Transport von Wasserstoff. Das chemische Element gilt als Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur Produktion von Grünem Stahl.
In Kindberg wurde der H2Tainer erstmals offiziell präsentiert. Er ist 40 Fuß lang, stapelbar und so konzipiert, dass pro Container bis zu 475 Kilogramm Wasserstoff befördert werden können. Das entspricht 1.900 Kilogramm pro Doppelwagen.
Entwickelt wurde der H2Tainer in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut HyCentA Research aus Graz. Mit der von den Partnern erarbeiteten technischen Lösung ist jetzt eine durchgängige Logistikkette für den sicheren Transport von Wasserstoff möglich.
Als Herzstück des H2Tainers kommen Nahtlosrohre zum Einsatz, entwickelt, hergestellt und veredelt im Rohrwerk Kindberg von voestalpine Tubulars. Das logistische Know-how stammt von Innofreight. Der Schienenlogistiker nutzt das intermodale System auch zur Erweiterung seiner Produktpalette.
„Im Bereich Dekarbonisierung spüren wir eine deutlich steigende Nachfrage, etwa beim Transport von Biomasse oder Recyclingschrott. Mit dem H2Tainer können wir jetzt auch einen Beitrag zum Transport von Wasserstoff leisten“, sagt Innofreight-Eigentümer Peter Wanek-Pusset.
Das modulare System erlaubt das Zusammenspiel von Bahn und Lkw, kommt ohne direkten Gleisanschluss aus und ermöglicht deutlich größere Reichweiten. Die Bauweise des H2Tainer, die zerstörungsfreie Prüfung und der problemlose Austausch einzelner Rohre garantieren eine Lebensdauer von weit mehr als 20 Jahren.
