Der Transport entwickelt sich immer mehr vom reinen Kostenfaktor hin zu einem strategischen Instrument für Kundennutzen, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Das ist das Ergebnis der aktuellen Transportmanagement-Benchmark-Studie, welche die Descartes Systems Group erstellt hat.
Laut dieser Analyse betrachten 49 Prozent der befragten Verlader und Logistikdienstleister den Transportbereich als Differenzierungsmerkmal für ihre Dienstleistungen. „Unternehmen, die ihr Transportmanagement modernisieren, schaffen die Grundlage für mehr Flexibilität und Wachstum“, stellt Elmer Spruijt, VP Transportation Management EMEA bei Descartes, fest.
Die aktuelle Studie basiert auf den Befragungen von 300 Führungskräften aus europäischen Verladerunternehmen und Logistikdienstleistern. Sie dokumentiert eindrücklich den deutlichen Anstieg der strategischen Bedeutung des Transports.
Denn die 49 Prozent der Unternehmen, die Transport als Differenzierungsmerkmal für ihre Dienstleistungen sehen, bedeuten nach 38 Prozent im Jahr 2024 einen merklichen Zuwachs. Gleichzeitig betrachten 31 Prozent Transport als Wettbewerbsvorteil. Im Jahr davor waren es nur 22 Prozent.
Geopolitische Unsicherheiten, Störungen in internationalen Lieferketten und steigende Kundenerwartungen bewirken, dass Unternehmen Transport heute nicht mehr nur als Kostenfaktor sehen, sondern als „Instrument für Geschäftserfolg, Wachstum und Kundenservice“, geht aus der Studie hervor. Besonders klar sei dieser Wandel an finanziell erfolgreichen Unternehmen erkennbar.
Wie die Descartes Systems Group erhoben hat, betrachten 91 Prozent dieser Gruppe Transport als Wettbewerbsvorteil oder Mittel zur Differenzierung im Kundenservice. Das weise „auf einen klaren Zusammenhang zwischen strategischem Transportmanagement und den operativen Ergebnissen“ hin, so die Studie.
Die wachsende strategische Bedeutung von Transport zeigt sich laut Descartes auch in den Investitionsplänen der Unternehmen: Demnach planen 76 Prozent der Befragten, ihre Investitionen in IT für das Transportmanagement in den nächsten zwei Jahren zu erhöhen. Bei finanziell führenden Unternehmen liegt dieser Anteil mit 84 Prozent noch darüber.
Gleichzeitig verändern sich laut der Studie die Investitionsgründe: Während früher vor allem Kostensenkung lange im Vordergrund gestanden habe, würden heute jeweils 40 Prozent Wachstum sowie verbesserten Kundenservice als Haupttreiber nennen.
Seit 2017 führt Descartes jährlich eine Benchmark-Studie unter Transport- und Logistikverantwortlichen durch. Die Teilnehmer repräsentieren laut Unternehmen ein „breites Spektrum an Fach- und Führungskräften, die sowohl bei Verladern als auch bei Logistikdienstleistern in Nordamerika und Europa für Transportprozesse verantwortlich sind“.
Für den europäischen Teil der Studie wurden 300 Führungskräfte aus dem Transportmanagement befragt. Von ihnen kommen jeweils 75 aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich sowie aus Belgien bzw. den Niederlanden.
