Tamburi Betriebs GmbH wächst auf mehr als 700 Standorte

Paketkasten-Scaleup fährt auf einem steilen Expansionskurs. Jetzt setzt das Wiener Unternehmen zum Sprung ins Ausland an.

Tamburi Betriebs GmbH wächst auf mehr als 700 Standorte Bild: Tamburi

Empfänger:innen von Paketen kennen das Ärgernis: Obwohl man daheim ist, werden die Bestellungen von Versanddienstleistern direkt an Paketshops ausgeliefert, die womöglich weiter entfernt sind. Oder die Ware wird einfach vor die Tür gelegt, ohne dass man durch Klingeln benachrichtigt wird (egal ob man anwesend ist oder nicht) und man erhält im Nachgang eine Benachrichtigung per Mail, dass das Paket geliefert wurde.

Aus diesem Grund hat Tamburi eine autarke Paketkästen-Lösung gefunden, ist damit seit 2019 auf über 700 zustellerneutrale Paketkästen gewachsen und bezeichnet sich nun als Scaleup. Seit April 2025 schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen.

Das System von Tamburi besteht aus schmalen, modular erweiterbaren und autarken Paketkästen. Diese kommen ohne Fundament oder Kabelanbindung aus und können sich flexibel in dicht bebauten Gebieten – nahe bei den Empfänger:innen – einfügen.

Die Standorte werden in enger Kooperation mit Wohnungsgesellschaften, Kommunen und weiteren Partnern betrieben. Tamburi-Kästen sind dabei zustellerneutral, also offen für alle Lieferdienste, lassen sich unkompliziert auf- und abbauen und benötigen keine dauerhaften baulichen Eingriffe.

Ein Standardmodul bietet 17 Fächer in verschiedenen Größen, die nach eigenen Angaben über 90 Prozent aller Pakete abdecken. Ergänzend dazu betreibt das Unternehmen an großen Bahnhöfen Multifunktions-Locker, die sowohl für Gepäck als auch für Pakete genutzt werden können.

Als Erfolgsgeheimnis gibt Tamburi an, dass man von Beginn an kapitalschonend gewachsen sei, „finanziert und geführt von nachhaltig agierenden Unternehmern. Mit einem kleinen, schlagkräftigen Team konnte sich das Unternehmen in einem von Konzernen dominierten Markt erfolgreich etablieren und nachhaltig profitabel positionieren.“

Paul Brandstätter, Co-Founder und Mehrheitseigentümer dazu: „Tamburi kann mit weniger Kapital schneller dichtere Netze errichten als andere. Damit machen wir den Paketempfang und -versand nicht nur komfortabler und effizienter, sondern auch nachhaltiger.“

Für die kommenden Jahre plant Tamburi weiteres organisches Wachstum und ist zur Beschleunigung des Netzausbaus auch offen für Investor:innen. Es würden zudem Zusagen für eine vierstellige Zahl neuer Standorte vorliegen, an denen Tamburi nach und nach Paketkästen in Betrieb nehmen werde. Neben einer flächendeckenden Verdichtung in Österreich stehen nun auch erste internationale Märkte im Fokus.

www.tamburi.at

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