Zum 1. Juni 2025 hat die J. Müller SE das Schwefelterminal im Seehafen Brake von der SulServ International GmbH übernommen. Mit der getroffenen Vereinbarung geht die Gesamtverantwortung auf das Traditionsunternehmen in Familienbesitz über. Der Betrieb wird, analog der übrigen operativen Tätigkeiten im Hafen Brake, durch die J. Müller Weser GmbH & Co. KG erfolgen.
Die spezialisierte Anlage ist ausgelegt auf die sichere Be/Entladung sowie die Lagerung von Fest- und Flüssigschwefel. Mit einer Umschlagskapazität von mehr als 500.000 Tonnen jährlich und der Möglichkeit zum Handling zwischen Seeschiff, Tankwagen, Kesselwaggon und Pipeline bietet das Terminal moderne logistische Schnittstellen für chemische Spezialprodukte.
„Mit dem Eigentumsübergang sichern wir den Fortbestand einer logistisch wie wirtschaftlich bedeutenden Anlage und positionieren uns klar als starker Partner für die chemische Industrie“, betont Manuela Drews, Geschäftsführerin von J. Müller Weser. Gleichzeitig würden sich neue Perspektiven eröffnen: „Der Fokus liegt künftig auf dem Importmarkt, der angesichts zurückgehender heimischer Schwefelquellen zunehmend an Bedeutung gewinnt.“
Mit der Übernahme richtet J. Müller den Blick bewusst in die Zukunft. Während der Schwefelumschlag in Brake ursprünglich auf die Sauergasförderung in Norddeutschland zurückzuführen war, etwa durch die Erdgasaufbereitung in Großenkneten, ist dieses Kapitel jetzt weitgehend abgeschlossen.
Der heimische Schwefelmarkt gilt heute als erschöpft. Umso wichtiger ist die strategische Entwicklung des Importgeschäfts. Schwefel bleibt ein gefragter Rohstoff in zahlreichen industriellen Anwendungen.
