Rijeka Gateway empfängt erstes Containerschiff

Die Ankunft der „Al Jasrah“ von Hapag-Lloyd ist für den kroatischen Seehafen ein historischer Moment.

Rijeka Gateway empfängt erstes Containerschiff Bild: portauthority

In den frühen Morgenstunden des 10. September 2025 hat das erste Handelsschiff mit einer Kapazität von 15.000 TEU am Rijeka Gateway festgemacht. Damit bricht im kroatischen Seehafen ein völlig neues Kapitel für die maritime Wirtschaft an.

Der Konzessionsvertrag mit dem Unternehmen Rijeka Gateway wurde im November 2021 unterzeichnet. Das Projekt im Wert von rund 600 Mio. EUR umfasst Investitionen in die Hafen- und Verkehrsinfrastruktur, einschließlich des Baus des Piers, der Straßen, der Bahnschnittstelle und modernster Terminalausrüstung. Der Konzessionär investiert in zwei Phasen rund 380 Mio. EUR in das Terminal.

Mit der Ankunft des 368 Meter langen und 51 Meter breiten Containerschiffs „Al Jasrah“ geht eine der größten privaten Logistikinvestitionen in Kroatien in Betrieb. Das Terminal wurde gemeinsam von APM Terminals und der Enna Group entwickelt. In der aktuellen Ausbauphase beträgt die Kapazität 650.000 TEU pro Jahr und wird nach Abschluss der zweiten Phase 1 Mio. TEU übersteigen. 

Das Hochseeterminal mit einem Tiefgang von 20 Metern kann derzeit Schiffe mit 18.000 TEU und nach der Erweiterung Schiffe mit bis zu 24.000 TEU abfertigen. Der Standort ist mit hochmoderner Technologie ausgestattet: vier STS-Super-Post-Panamax-Krane, 15 RTG, zwei RMG-Krane und 28 Terminaltraktoren, die alle an ein zentrales Steuerungssystem angeschlossen sind. Das Containerterminal nutzt erneuerbare Energiequellen und automatisierte Prozesse – eine Premiere in der Adriaregion.

Der Erstanlauf erfolgte im Rahmen der Gemini-Kooperation zwischen Maersk und Hapag-Lloyd. Regelmäßige Schiffsanläufe am Rijeka Gateway sollen Kroatiens Anbindung an globale Lieferketten stärken und zum Wirtschaftswachstum der gesamten Region beitragen.

www.portauthority.hr

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