2024 verzeichneten die erneuerbaren Energien weltweit ein Rekordwachstum bei der Kapazität: Mit einem Zuwachs von 585 Gigawatt (GW) wurde ein Gesamtplus von rund 15 Prozent erzielt, das vor allem auf Solar- und Windenergie zurückzuführen war. Experten warnen jedoch, dass eine weitere Steigerung der Neuinstallationen erforderlich ist, um die Erzeugungskapazität für erneuerbare Energien bis 2030 zu verdreifachen und das COP28-Ziel eines Anteils von 45 Prozent erneuerbarer Energien am weltweiten Stromverbrauch zu erreichen.
Rhenus sieht sich gut aufgestellt, um diesen Boom zu unterstützen. Das Unternehmen besitzt mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Projektlogistik. Seit Anfang der 2000er Jahre ist es in europäischen Offshore- und Onshore-Windprojekten aktiv und hat das Engagement frühzeitig auf die USA, Kanada und den asiatisch-pazifischen Raum ausgeweitet.
In Europa – wo 2024 rund 47 Prozent der Elektrizität aus erneuerbaren Energien stammten und 16 GW an Windkraft sowie 65 GW an Solarenergie zugebaut wurden – war Rhenus maßgeblich an den Konnektivitätsprojekten für den deutschen Korridor beteiligt, der Offshore- und Onshore-Windparks, Solarparks und andere erneuerbare Energiequellen mit dem deutschen Stromnetz verbindet.
Für die Projekte SuedLink, SuedOstLink, A-Nord und BorWin/DolWin 4 wurden bisher mehr als 2.700 Kabeltrommeln transportiert. Ab 2025 kümmert sich der Logistiker auch um die Spedition der leeren Kabeltrommeln, entweder zurück zu den Produktionsstätten oder zu den Recyclinganlagen.
Darüber hinaus ist Rhenus ein Partner für Offshore-Plattform-Support im Nordatlantik, in der Nord- und Ostsee. Das Unternehmen führt dort regelmäßige Wartungs-, Crew- und Versorgungsfahrten durch, verwaltet Offshore-Containerdepots und organisiert über seine Schwesterfirma Remondis das Recycling.
„Wir erwarten, dass in den kommenden Jahren das Recycling und der Austausch älterer Windräder, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, ein weiterer wichtiger Schwerpunkt sein wird. Dafür haben wir komplette Supply-Chain-Konzepte entwickelt, die Kunden in diesem Markt effizient unterstützen“, berichtet Bjoern Wittek, Geschäftsführer von Rhenus Offshore Logistics.
Neben dem Recycling und Rückbau als neuem Dienstleistungsbereich konzentriert sich Rhenus auch darauf, Kunden alternative Routen für ihre Projekt- und Erneuerbare-Energien-Transporte anzubieten. Ein kürzlich abgeschlossener Vertrag mit Enercon umfasst den Umbau eines Schubleichters, um Windturbinenflügel mit einer Länge von bis zu 86 Metern über die norddeutschen Kanäle statt über Straßen und Autobahnen zu transportieren.
„Die Nutzung der Wasserstraßen als Alternative zum Straßentransport birgt noch mehr Potenzial. Mit der Binnenschifffahrt als unserem historischen Ursprung betreiben wir täglich rund 1.000 Schiffseinheiten, von denen etwa die Hälfte eigene Binnenschiffe sind. Damit sind wir Europas größtes Binnenschifffahrtsunternehmen mit Schiffseinheiten in allen Größen, von selbstfahrenden Schiffen bis hin zu Koppelverbänden“, erklärt Marc Regenbogen, Head of Shipping bei Rhenus PartnerShip.