Neues Import Control System in der Europäischen Union

Das Hauptziel von ICS 2 besteht darin, die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern und den Markt wirksamer vor Risiken zu schützen.

<strong>Neues Import Control System in der Europäischen Union</strong> Bild: Dachser

Die Europäische Union (EU) führt zum 1. März 2023 das Import Control System 2 (ICS 2) ein. „ICS 2 wird für alle Luftfrachtsendungen mit Zielort in der EU (einschließlich der Schweiz und Norwegen), aber auch für Transitsendungen über die EU gelten“, informiert der Logistikdienstleister Dachser in einem Schreiben.

Nach dem derzeitigen ICS 1-Verfahren mussten die Fluggesellschaften vier Stunden vor Ankunft des Flugzeugs in der EU einen ENS-Datensatz pro Master Air Waybill (MAWB) übermitteln. Durch ICS 2 wird es in Zukunft einen weiteren Vorverlade-Datensatz namens PLACI mit zusätzlichen Daten auf House Air Waybill (HAWB)-Ebene geben. Diese Meldung muss so früh wie möglich eingereicht werden, spätestens jedoch bevor die Fracht in das Flugzeug verladen wird. Die von der Fluggesellschaft eingereichte Pre-Arrival-Meldung bleibt bestehen.

Erforderliche PLACI-Daten:

  • Tatsächlicher Versender und tatsächlicher Empfänger (vollständiger Name und vollständige Anschrift)
  • EORI-Nummer des tatsächlichen Empfängers
  • Anzahl der Packstücke und Gesamtbruttogewicht
  • 6-stellige HS-Codes und detaillierte Beschreibung der Waren

Um die Frist einzuhalten, sind der Spediteur und die Fluggesellschaft dafür verantwortlich, die erforderlichen PLACI-Daten so früh wie möglich an die europäischen Behörden zu übermitteln. Sobald die PLACI-Daten an die ICS 2-Plattform übermittelt wurden, führen die EU-Behörden eine Risikoanalyse durch. Sollte die Analyse ergeben, dass die Sendung ein Risiko darstellt oder Unregelmäßigkeiten in den Daten vorliegen, kann sie am Abgangsflughafen gestoppt werden oder muss als Hochrisikosendung gescreent werden.

www.dachser.de

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