„Die sogenannte Einigung in Sachen Lkw-Maut, die Infrastrukturminister Peter Hanke letzte Woche verkündet hat, ist ein erster Schritt, allerdings handelt es sich lediglich um eine Einigung innerhalb der Koalition. Wir sind nicht mit am Verhandlungstisch gesessen“, sagt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Er sieht die Bedürfnisse der Branche in den Plänen des Bundesministers viel zu wenig berücksichtigt: „Auch wenn die Maut-Erhöhung jetzt nicht mehr 10 bis 13 Prozent betragen soll, wie es ursprünglich vorgesehen war, sondern je nach Fahrzeug etwa 7,7 Prozent, bedeutet sie nach wie vor eine enorme Belastung. Das ist für viele Transportunternehmen schwer zu stemmen“, warnt Alexander Klacska.
Grund dafür sei vor allem die nach wie vor sehr schwierige konjunkturelle Lage der Transportwirtschaft. „Wenn wir wollen, dass es mit der Wirtschaft wieder aufwärts geht, braucht es hier ein Eingehen auf diese herausfordernde Situation“, fordert Alexander Klacska. Vor allem angesichts der Tatsache, dass Österreich ohnehin schon die höchste Lkw-Maut in ganz Europa habe.
Die Transportwirtschaft hat daher beschlossen, weiter gegen die geplante Maut-Erhöhung vorzugehen. „Wenn man uns nicht noch ein Stück weit entgegenkommt, wird es in den nächsten Wochen weitere Protestaktionen geben müssen“, kündigt Markus Fischer, Obmann des Fachverbands des Güterbeförderungsgewerbe, an.
Neben einer Entlastung bei der Maut erachten Alexander Klacska und Markus Fischer auch budgetneutrale Maßnahmen als hilfreich. Angeregt wird das Aus für den Nacht-60er bis hin zur Einführung des Lkw-Führerscheins für 17-Jährige.
