Jahrhundertprojekt erhöht Sicherheit im Linzer Handelshafen

Der neu eröffnete Hochwasserschutz beflügelt die Umschlags-, Lager- und Transportaktivitäten am Standort.

Jahrhundertprojekt erhöht Sicherheit im Linzer Handelshafen Bild: LINZ AG/Fotokerschi

Der Hafen Linz besitzt große Bedeutung als Logistikdrehscheibe für das Bundesland Oberösterreich und die angrenzenden Regionen. Um das gesamte Gebiet nachhaltig abzusichern, wurde das Projekt „Save Port of Linz“ als Teil der nationalen Strategie zum Hochwasserschutz an der Donau initiiert. 

Es soll sicherstellen, dass die Umschlags-, Lager- und Transportaktivitäten auch bei Hochwasserereignissen ununterbrochen gewährleistet sind. Das wirkt sich vor allem auf die erzeugende Industrie im Großraum Linz positiv aus, die dadurch uneingeschränkt auf die Logistikdienstleistungen des Containerterminals mit 191.471 TEU Umschlag im Jahr 2024 zurückgreifen kann.

Am 2. Juli wurde das neue Hochwasserschutztor im Beisein von DI Vera Hofbauer (Leiterin Sektion Verkehr, BMIMI) in Vertretung von Bundesminister Peter Hanke, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Landesrat Stefan Kaineder und Bürgermeister Dietmar Prammer (Aufsichtsratsvorsitzender Linz AG) feierlich eröffnet. Die Kosten belaufen sich auf 39,85 Mio. EUR. Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums (BMIMI), des Landes Oberösterreich sowie der EU gefördert.

Linz AG-Generaldirektor DI Erich Haider: „Der neue Hochwasserschutz stärkt insbesondere den Logistikstandort Hafen, der uns aktuell mit rekordhohen Containerumschlagzahlen Freude macht. Zur Eröffnung des Jahrhundertprojekts gratuliere ich allen beteiligten Firmen sowie den Verantwortlichen in den eigenen Reihen.“ An der Umsetzung beteiligt war unter anderem die ARGE Hafentor Linz, bestehend aus der Porr GmbH und der Andritz Hydro GmbH.

Das Projekt „Save Port of Linz“ umfasst den Einbau eines Hochwasserschutztors (Durchfahrtsbreite 26 Meter) sowie die Errichtung einer Notlände (beides im Bereich der Einfahrt in den Linzer Handelshafen), die Ertüchtigung des bestehenden Hochwasserschutzdammes im Bereich Handelshafeneinfahrt bis Einfahrt Winterhafen (zirka 700 Laufmeter), sowie die Montage eines mobilen Hochwasserschutzes im Bereich des Schiffswerft-Areals im Winterhafen (zirka 900 Laufmeter). Ab sofort schützen diese Maßnahmen den Linzer Handelshafen, die Betriebe der Firmen Plasser & Theurer und ÖSWAG sowie das rundum angrenzende Industriegebiet vor einem 300-jährlichen Hochwasser.

Der trimodale Logistikpark Hafen Linz (bestehend aus Linz AG Hafen und Donaulager Logistics) ist einer der größten trimodalen Umschlagplätze an der oberen Donau. Im Geschäftsjahr 2024 wurden dort rund 4,5 Mio. Tonnen Güter und Handelswaren abgefertigt.

www.linzag.at

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