HHLA: 11,2 Prozent Mengenplus bei den Bahntransporten

Der konzernweite Containerumschlag ist gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent auf 6,29 Mio. TEU gestiegen.

HHLA: 11,2 Prozent Mengenplus bei den Bahntransporten Bild: HHLA - Thies Rätzke

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) rechnet im laufenden Geschäftsjahr im Teilkonzern Hafenlogistik mit einem deutlichen Anstieg für den Containerumschlag und einem starken Plus gegenüber 2025 im Segment Intermodal. Auch für die Umsatzerlöse werde von einer starken Zunahme ausgegangen, sagte Vorstandsvorsitzender Jeroen Eijsink bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz.

Dabei berichtete er von einer Umsatzsteigerung im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik im Geschäftsjahr 2025 um 10,1 Prozent auf 1,72 Mrd. EUR. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Jahresvergleich um 22,8 Prozent auf 144,7 Mio. EUR. Die operative Geschäftsentwicklung war insgesamt von einer positiven Mengenentwicklung im Umschlag und im Transport gekennzeichnet. 

Im Segment Container ist der Umschlag an den Seehafenterminals der HHLA im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf 6,29 Mio. TEU gestiegen. An den Hamburger Containerterminals konnte der Umschlag um 4,8 Prozent auf 5,96 Mio. TEU zulegen. Während die Mengen der Überseeverkehre mit dem Fahrtgebiet Nordamerika stark gesunken sind, legte das Aufkommen der Fahrtgebiete Fernost – insbesondere China – sowie Südamerika, Afrika, Australien und Mittlerer Osten zu.

Deutlich erhöhte Ladungsmengen wurden zudem im Verkehr mit anderen europäischen Hochseehäfen erzielt, vor allem aus dem Vereinigten Königreich, Belgien, Spanien und den Niederlanden. Ursache hierfür sind weiterhin bestehende Routenverlagerungen infolge des militärischen Konflikts im Roten Meer.

Die internationalen Containerterminals verzeichneten einen starken Anstieg des Umschlagvolumens von 19,2 Prozent auf 339.000 TEU. Das ist neben geplanten Mengenzuwächsen bei HHLA PLT Italy auf die seit dem dritten Quartal 2024 erfolgte, eingeschränkte Wiederaufnahme des wasserseitigen Umschlags am Container Terminal Odessa (CTO) zurückzuführen.

Die Umsatzerlöse des Segments Container sind um 9,0 Prozent auf 843,2 Mio. EUR gestiegen. Maßgeblich hierfür waren im Wesentlichen die höhere Umschlagmenge sowie die vorteilhaften Verschiebungen im Modalsplit. Darüber hinaus leisteten die internationalen Containerterminals einen positiven Beitrag.

Im Segment Intermodal stieg der Containertransport insgesamt um 10,9 Prozent auf 1,98 Mio. TEU. Die Bahntransporte nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent auf 1,72 Mio. TEU zu (im Vorjahr: 1.545 Tsd. TEU). Zum starken Mengenanstieg trugen insbesondere die Verkehre mit den norddeutschen Seehäfen sowie die Verkehre im deutschsprachigen Raum bei. Zudem waren im Vorjahr die Transportmengen der Roland Spedition erst ab Juni enthalten.

Die Straßentransporte verzeichneten einen deutlichen Anstieg um 8,7 Prozent auf 263.000 TEU. Insbesondere die Erholung der Transporte im Raum Hamburg trug zu dieser Entwicklung bei. Die Umsatzerlöse lagen mit 797,0 Mio. EUR um 12,0 Prozent über dem Vorjahreswert von 711,3 Mio. EUR und entwickelten sich damit stärker als die Transportmenge.

Ein zentraler Bestandteil bleibt der Ausbau des Hinterlandnetzwerks über die Bahntochter Metrans. Ende 2025 wurde sowohl die Erweiterung des Terminals in Košice angekündigt als auch die Grundsteinlegung für den neuen Standort in Szeged vollzogen. Beide Terminals sollen künftig zentrale Knotenpunkte für die Intermodalverkehre von und nach Südosteuropa sein.

Die Bahngesellschaften der HHLA betreiben ein umfassendes Transport- und Terminalnetzwerk für Containertransporte und verbinden Häfen an Nord- und Ostsee sowie der nördlichen Adria mit ihrem Hinterland. Lkw-Transporte im Nahbereich und im europäischen Fernverkehr sowie Umfuhren im Hamburger Hafen runden das Dienstleistungsportfolio ab.

www.hhla.de

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