Nach drei Jahren mit rückläufigen Gesamtumschlagzahlen hat der Hamburger Hafen 2025 wieder ein Plus verbucht. Mit 114,6 Mio. Tonnen lag das Gesamtaufkommen im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent über dem von 2024, teilt die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) mit.
Angetrieben wurde diese Entwicklung vor allem durch einen deutlichen Anstieg im Containersegment. So wurden 2025 im Hamburger Hafen 8,3 Mio. TEU umgeschlagen – ein Zuwachs von 7,3 Prozent. Der Containerumschlag in Tonnen stieg um 4,6 Prozent.
Die positive Entwicklung betraf das ganze Jahr. „Der kontinuierliche Anstieg über alle Quartale hinweg unterstreicht die hohe Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und die starke Nachfrage im internationalen Warenverkehr“, kommentiert Friedrich Stuhrmann, Chief Commercial Officer der HPA.
Während der Containerumschlag im Geschäft mit den USA wegen der Zollmaßnahmen im vergangenen Jahr um rund ein Viertel (25,6 %) eingebrochen ist, wurde das Mehraufkommen durch Verkehre mit China (+6,5 %), Malaysia (+84,3 %) und Indien (+49,2 %) getragen. Auch in dem für das Transshipment bedeutenden Fahrtgebiet Nordeuropa mit Finnland, Dänemark, Norwegen und Schweden ist ein Zuwachs von 21,2 Prozent verzeichnet worden.
Hingegen hat der Massengutumschlag – Erze, Kohle, Flüssigkeiten, Getreide oder Düngemittel – im vergangenen Jahr erneut abgenommen – um 1,7 Prozent auf 32,4 Mio. Tonnen. Ein leichtes Plus von 0,7 Prozent gab es nur beim Umschlag von flüssigem Massengut.
Beim trockenen Massengut wurde ein Minus von 2,7 Prozent verbucht. Allein der Getreideumschlag ist aufgrund verringerter Exporte um 45,8 Prozent eingebrochen. Düngemittel und Erze verzeichneten laut HPA ein Minus von 5,6 beziehungsweise 4,3 Prozent.
Dagegen hat der Umschlag von Baustoffen um 19,5 Prozent zugelegt. Ein Plus gab es auch beim sonstigem Trockengut (17,1 Prozent) und Chemikalien (16,3 Prozent).
