F & S Real Estate möbelt Logistikpark Loosdorf auf

Gemeinsam mit dem Projektentwickler Schisernig Real Estate wurden 100 Mio. EUR investiert. Neuer Mieter ist der Gastro-Dienstleister GMS Gourmet GmbH.

F & S Real Estate möbelt Logistikpark Loosdorf auf Bild: F & S Real Estate - Jürgen Kranzler / Die dritte Halle im „Green Logistics Park“ in Loosdorf entsteht bis zum Jahresende.

In Loosdorf im Bezirk Melk hat der dort bestehende „Green Logistics Park“ einen weiteren Mieter gewonnen. Die auf Gemeinschaftsverpflegung spezialisierte GMS Gourmet GmbH wird im dritten Bauteil des Logistikparks eine Kühllogistikfläche mit 4.510 m2 bewirtschaften.

Der Spatenstich für den Bauteil III erfolgte gemeinsam mit den Projektentwicklern F & S Real Estate Solutions GmbH und Schisernig Real Estate Investor sowie Vertretern der Standortgemeinde. Gourmet plant, den zusätzlichen Lagerstandort bis Ende 2026 zu beziehen. Den Großteil des Energiebedarfs soll eine Photovoltaikanlage decken.

Investor Walter Schisernig bezeichnete den „Green Logistics Park“ als eine der größeren Betriebsansiedlungen in Niederösterreich in jüngerer Zeit. Gemeinsam mit F & S habe man eine Grundfläche von mehr als 20 Hektar übernommen und weiterentwickelt.

Neben der Adaptierung eines Bestands von rund 55.000 m2 Nutzfläche wurden seit 2022 drei neue Logistikhallen mit insgesamt etwa 15.000 m2 errichtet. „Gerade bei Investitionen in Logistikimmobilien besteht derzeit eine hohe Nachfrage“, so Walter Schisernig.

F & S-Geschäftsführer Alexander Liebewein verweist auf veränderte Rahmenbedingungen seit der Corona-Pandemie: „Die Erfahrungen mit instabilen Logistikketten haben dazu geführt, dass Unternehmen ihre regionale Verfügbarkeit optimieren und dafür zusätzliche Logistikflächen benötigen“, sagt er. In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen mehrere Logistikstandorte entlang österreichischer Autobahnen und in Ballungsräumen aufgebaut.

Kritik äußern die Projektentwickler an den Rahmenbedingungen für Logistikimmobilien in Österreich. Walter Schisernig spricht von einem anhaltenden Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot. „Man beklagt mangelnde Investitionen, unterstützt Investoren aber dort nicht ausreichend, wo akuter Bedarf besteht“, bemängelt er.

Alexander Liebewein verweist insbesondere auf lange und komplexe Bewilligungsverfahren, die selbst bei bereits gewidmeten Flächen zu Verzögerungen führten. Aus Sicht der Entwickler bestehe hier politischer Handlungsbedarf auf regionaler und nationaler Ebene.

www.gourmet.at

www.fssolutions.at

www.schisernig.com

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