Der Schienenverkehr im Südwesten Ungarns wird schneller. In Kürze beginnen die Bauarbeiten an einer neuen, 1.500 Meter langen Verbindungsstrecke beim Bahnhof Zalaszentiván, einem wichtigen Knotenpunkt. Wie das Eisenbahnunternehmen GySEV auf seiner Website ankündigt, ist die Fertigstellung für Anfang 2028 geplant.
Die Umsetzung des Projekts ist notwendig, weil Personenzüge zwischen Szombathely und Zalaegerszeg sowie Güterzüge auf der Ostsee-Adria-Route zwischen der Slowakei/Polen und Slowenien den Bahnhof Zalaszentiván derzeit nur mit Richtungswechsel passieren können. Züge aus Richtung Szombathely fahren jetzt in östlicher Richtung in den Bahnhof Zalaszentiván ein und setzen ihre Fahrt dann in westlicher Richtung nach Zalaegerszeg fort.
Nach Abschluss des Bauvorhabens werden Personen- und Güterzüge dann ohne Richtungswechsel und mit kürzeren Fahrzeiten verkehren. Darüber hinaus besteht am südwestlichen Ende der neuen Verbindungsstrecke ein Bahnanschluss für das neue intermodale Containerterminal von Metrans, das im Gebiet Zalaegerszeg geplant ist.
Das Projekt wird aus Mitteln des ungarischen Staatshaushalts, aus Geldern des EU-Verkehrsnetze-Förderprogramms „Connecting Europe“ (CEF) sowie aus Mitteln des Operativen Programms „Integrierte Verkehrsentwicklung“ (IKOP) Plus finanziert. Es hat ein Volumen von insgesamt 32 Mio. EUR.
Darin enthalten ist auch die Errichtung eines neuen Bahnhofs namens „Szentivánvölgy“. Dieser ist erforderlich, damit die Passagiere der Personenzüge, die über die künftige Verbindungsbahn fahren, denOrt Zalaszentiván erreichen können. Der neue Bahnhof entsteht nördlich der Deltastrecke.
