Bahnachse Passau – Regensburg: Planmäßige Generalsanierung

Die Bau- und Umleitungsplanungen sind weit fortgeschritten; der Schienengüterverkehr steht vor großen Herausforderungen.

Bahnachse Passau – Regensburg: Planmäßige Generalsanierung Bild: DB AG - Oliver Lang

Die Deutsche Bahn will die Generalsanierung zentraler Bahnstrecken bis 2036 strecken – ein Jahr länger als noch im Juni vorgeschlagen. Das teilte der Konzern am Donnerstag nach einem Dialog mit beteiligten Branchen mit. Damit verzögert sich die Modernisierung von mehr als 40 hochbelasteten und sanierungsbedürftigen Strecken um mindestens fünf Jahre gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan.

Für 2026 und 2027 bleibt es aufgrund der weit fortgeschrittenen Bau- und Fahrplanungen bei der ursprünglichen Abfolge der Projekte. So sind die Auftragsvergaben an die Industrie weitestgehend erfolgt. Mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen wurden die Umleitungskonzepte bereits umfassend erörtert. Entsprechende Fahrpläne befinden sich in der Ausarbeitung.

2026 werden die Strecken Hagen–Wuppertal–Köln, Nürnberg–Regensburg, Obertraubling–Passau und Troisdorf–Wiesbaden saniert. 2027 soll auf den Korridoren Rosenheim–Salzburg, Lehrte–Berlin, Bremerhaven–Bremen und Fulda–Hanau gebündelt erneuert und modernisiert werden.

„Die Planungen berücksichtigen die Wechselwirkungen mit anderen Baumaßnahmen, die laufenden Abstimmungen mit Partnerbahnen sowie Planungsfortschritte innerhalb der Projekte. Die Korridorsanierungen Lübeck–Hamburg und Frankfurt–Heidelberg werden in die Folgejahre verschoben. 2027 wird damit in vergleichbarem Umfang saniert wie 2026“, teilt die Deutsche Bahn mit.

Der Bahn zufolge handelt es sich bei der Generalsanierung der Schienenkorridore um ein zentrales Infrastrukturvorhaben. Noch unter der früheren Bundesregierung begonnen, sollen alle Arbeiten gebündelt und die Strecken dafür über Monate voll gesperrt werden. Die Riedbahn zwischen Frankfurt am Main und Mannheim wurde bereits nach diesem Modell saniert.

www.deutschebahn.com

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