Hapag-Lloyd investiert 1 Mrd. USD in Terminalgeschäft

Mit der Übernahme der gesamten Logistikaktivitäten von SAAM Ports und SAAM Logistics stärkt das Unternehmen seine Präsenz in Amerika.

Hapag-Lloyd investiert 1 Mrd. USD in Terminalgeschäft Bild: Hapag Lloyd

Die Hapag-Lloyd AG und die SM SAAM S.A. haben am 4. Oktober einen Kaufvertrag unterzeichnet, wonach Hapag-Lloyd 100 Prozent der Anteile an SAAM Ports S.A. und SAAM Logistics S.A. übernehmen wird. Die Transaktion umfasst das gesamte Terminalgeschäft von SM SAAM ebenso wie damit verbundene Logistikdienstleistungen. Die Vertragsparteien haben sich auf einen Preis von rund 1 Mrd. USD geeinigt, der auch das mit dem Logistikgeschäft verbundene Immobilienvermögen beinhaltet. Der Abschluss der Transaktion steht unter Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden sowie weiterer Bedingungen, unter denen eine Transaktion dieser Art erfolgt.

Die in Chile ansässige SM SAAM ist ein Terminalbetreiber, Logistikdienstleister und Schlepperunternehmen und in mehreren Ländern Nord-, Zentral- und Südamerikas tätig. Das Unternehmen wurde im Jahr 1960 gegründet und ist seit 2012 an der Santiago Stock Exchange (SSE) gelistet. Das Terminalgeschäft von SM SAAM umfasst zehn Terminals in sechs Ländern in Nord-, Zentral- und Südamerika mit rund 4.000 Mitarbeitenden und einem Containerumschlag von rund 3,5 Mio. TEU im Jahr 2021. Der Containerlogistikbereich ergänzt das Terminalgeschäft an fünf Standorten in Chile mit rund 300 Mitarbeitenden. Die SM SAAM Geschäftsbereiche Schlepperdienste sowie die Dienstleistungen in der Logistik für Flughäfen sind nicht Teil der Transaktion und verbleiben bei SM SAAM.

„Investitionen in Terminalinfrastruktur sind ein wesentlicher Baustein unserer strategischen Agenda und Lateinamerika ist einer unserer Heimatmärkte. Die Übernahme des Terminalbetriebs und der damit verbundenen Logistikdienstleistungen von SM SAAM wird uns dabei unterstützen, unser Geschäft weiter zu stärken und ein robustes und attraktives Terminalportfolio aufzubauen“, erklärt Rolf Habben Jansen, CEO von Hapag-Lloyd.

Mit der Umsetzung seiner Strategy 2023 hat Hapag-Lloyd das Engagement im Terminalbereich kontinuierlich ausgebaut, zuletzt durch die Ankündigung, eine Minderheitsbeteiligung an der italienischen Spinelli-Gruppe zu erwerben, durch eine Beteiligung am JadeWeserPort in Wilhelmshaven sowie an dem Neubau des Terminal 2 des ägyptischen Hafens Damietta. Darüber hinaus ist Hapag-Lloyd am Containerterminal Altenwerder in Hamburg beteiligt ebenso wie am Terminal TC3 in der marokkanischen Hafenstadt Tanger.

Mit einer Flotte von 253 Containerschiffen und einer Gesamttransportkapazität von 1,8 Mio. TEU ist Hapag-Lloyd eine der weltweit führenden Linienreedereien. Das Unternehmen ist mit 14.300 Mitarbeitenden an Standorten in 137 Ländern mit mehr als 400 Büros präsent. Hapag-Lloyd verfügt über einen Containerbestand von 3 Mio. TEU – inklusive Kühlcontainerflotte. Weltweit 126 Liniendienste sorgen für Verbindungen zwischen mehr als 600 Häfen auf allen Kontinenten. Hapag-Lloyd gehört in den Fahrtgebieten Transatlantik, Mittlerer Osten, Lateinamerika sowie Intra-Amerika zu den führenden Anbietern.

www.hapag-lloyd.com  

Werbung