Bayernhafen Passau: Ein Drittel mehr Schiffsumschlag

2020 wurden am trimodalen Standort Investitionen in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro in die Vorbereitung von Flächen und in die Hafeninfrastruktur angestoßen.

Bayernhafen Passau: Ein Drittel mehr Schiffsumschlag Bild: Bayernhafen

Der Güterumschlag per Schiff stieg 2020 im Bayernhafen Passau um über 105.000 Tonnen auf 405.319 Tonnen – ein Plus von über 35 Prozent gegenüber 2019. Der Bahnumschlag erreichte mit 42.240 Tonnen etwa 81 Prozent des Vorjahresumfangs. Zusammen brachten es beide Modalitäten auf 447.559 Tonnen, ein Plus von 27,3 Prozent gegenüber 2019.

Den größten Anteil an der Schiffstonnage machten wie schon 2020 Agrargüter aus. Auch die Schwergut- und Volumentransporte spielen weiterhin eine große Rolle am Standort Passau-Schalding, ebenso wie die RoRo-Verkehre, die Passau über Enns mit Vidin und Ruse in Bulgarien verbinden. Hauptumschlaggüter per Bahn waren 2020 erneut Fahrzeuge, Dünger und Zement.

„Die aktuelle Krisensituation zeigt uns mehr denn je wie wichtig funktionierende Lieferketten sind“, sagt Stefan Ring, Leiter Technik und Betrieb im Bayernhafen Passau. Auch 2020 habe der verlässliche Hafenbetrieb seinen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft geleistet.

Neben Passau gehören zu Bayernhafen die Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth und Regensburg. Ihre Schnittstellen-Kompetenz ist auch in Krisenzeiten ein Garant der Verkehrsverlagerung. Denn weil hier die Verkehrsträger effizient verknüpft werden, entscheiden sich Unternehmen dafür, Bahn und Binnenschiff auf der Langstrecke als Alternative zum Lkw einzusetzen.

Der bayernhafen Passau ist seit vielen Jahren Spezialist für den Umschlag großer und schwerer Projektladungen. Eines der Schwergüter 2020 war Deutschlands größtes Elektro-Seenschiff, ein neugebautes Ausflugsschiff für den Starnberger See.

Von der Werft in Nordrhein-Westfalen fuhr das Schiff über Rhein, Main, Main-Donau-Kanal und Donau zum bayernhafen Passau. Dort wurde es in mehrere Teile zerlegt. Steuerhaus, Deckaufbauten mit Sonnendeck und der 110 Tonnen schwere und 35 Meter lange Schiffsrumpf wurden dann nacheinander an Land geholt. Beim Twinumschlag mit der Firma Schmidbauer kam auch der Bayernhafen-eigene Mobilkran zum Einsatz. Die Straßenetappe zum Starnberger See übernahmen drei Schwerlast-Lkw.

Seit 1. Februar 2021 ist der bayernhafen Passau in das KV-Netzwerk der TFG Transfracht eingebunden. Damit sind alle fünf trimodalen Bayernhafen Standorte Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Regensburg und Passau fahrplanmäßig mit den deutschen Seehäfen per Schiene verbunden.

www.bayernhafen.de

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