EZA Fairer Handel setzt ein Zeichen für zukunftsfähigen Seetransport

Sauberer Warentransport auf See: Erster EZA-Kaffee erreicht mit dem Segelfrachter „Avontuur“ den Hamburger Hafen

EZA Fairer Handel setzt ein Zeichen für zukunftsfähigen Seetransport Bild: BUE

15.500 Seemeilen hat die „Avontuur“, der einzige deutsche Segelfrachter, in neun Monaten zurückgelegt, nahezu ausschließlich mit Windkraft. Am 6. Juli landete das Schiff im Hamburger Hafen. Die Crew und mehr als 100 Freiwillige entluden in einem außergewöhnlichen Lösch-Event die öko-fairen Waren aus Übersee traditionell von Hand.

Erstmals mit an Bord der „Avontuur“: Biofaire Arabica Hochlandbohnen der EZA-Partnerkooperative SPOSEL. Die Kleinbäuerinnen und -bauern leben am Rande der Selva Lacandona, einem artenreichen Urwaldgebiet im mexikanischen Chiapas.

„Durch die sorgfältige Pflege ihrer Parzellen schützen sie das empfindliche Ökosystem,“ ist EZA-Geschäftsführerin Andrea Schlehuber nach ihrem letzten Besuch vor Ort überzeugt. Eine zusätzliche Klimaschutzprämie, die die EZA Fairer Handel an die Genossenschaft bezahlt, fließt zukünftig in die Wiederaufforstung von Flächen am Rande des Urwaldes.

Mit dem ersten per Segelschiff transportierten Kaffee unterstreicht die EZA Fairer Handel gemeinsam mit weiteren Akteuren, deren Waren geladen waren, die Bedeutung umweltfreundlicher Ansätze im Seetransport. „Damit wollen wir einen Impuls und Beitrag zu einer längst überfälligen Debatte leisten,“ so Andrea Schlehuber. „Wenn es um internationalen Handel geht, können wir über die Transportfrage nicht hinwegsehen. Damit umwelt- und klimafreundlichere Alternativen leistbar werden und sich durchsetzen können, braucht es auch auf politischer Ebene neue Weichenstellungen“.

Der aktuell per Segelschiff importierte Kaffee der EZA Fairer Handel wird im Herbst als „Segelkaffee – special & limited“ erhältlich sein. „Wir starten mit einer kleinen Versuchsmenge. Doch das muss nicht so bleiben. Wenn das Echo positiv ist, werden wir unser Angebot entsprechend ausbauen“, so Schlehuber.

EZA Fairer Handel hat 1975 den Fairen Handel in Österreich begründet und pflegt mit den Kaffeegenossenschaften direkte Handelsbeziehungen. Das gesamte Kaffeesortiment der EZA ist bio- und Fairtrade-zertifiziert.

www.eza.cc

Wings for Air startet Logistik-Partnerschaft mit Rhenus Air & Ocean

Gemeinsam will man in den nächsten zwei Jahren die Möglichkeit einer strategischen Kooperation für die „letzte Meile“ der Lieferung von Hilfsgütern in Katastrophengebieten prüfen

Bildquelle: Wings for Aid

Die Überbrückung der so genannten „letzten Meile“ in schwer zugänglichen Katastrophengebieten ist ein großes logistisches Problem. Schätzungen zufolge benötigen jedes Jahr 100 Mio. Menschen in Katastrophengebieten Soforthilfe, von denen 20 Prozent schlecht versorgt sind.

Wings for Aid reagiert darauf mit einem innovativen Liefersystem aus kleinen unbemannten Flugmaschinen und intelligenter Technologie, die es ermöglicht, selbst-landende Notfallkisten mit großer Präzision an sonst unzugängliche Orte zu bringen. Rhenus Air & Ocean kümmert sich um die Logistik, damit das Liefersystem schnell und effizient an seinen Bestimmungsort gebracht werden kann, überall auf der Welt.

Das System kann für die Katastrophenhilfe, aber auch für die geplante Medikamentenversorgung in abgelegenen Gebieten eingesetzt werden. Im Jahr 2018 wurde es in der Dominikanischen Republik getestet und lieferte 20 Kilogramm Notfallhilfsgüter pro Flug.

Aufgrund der positiven Ergebnisse wird derzeit an der nächsten Generation von unbemannten Flugzeugen gearbeitet, die 120 Kilogramm pro Flug über eine Distanz von 250 Kilometern transportieren und dann für den nächsten Flug zurückkehren können. Weitere Tests werden im Sommer 2019 durchgeführt.

„Ziel unserer Partnerschaft ist es, unsere Wachstumsziele durch innovative Logistiklösungen mit dem Bestreben zu verbinden, auch positive soziale Auswirkungen zu erzielen“, sagt Frank Roderkerkerk, Regional Manager Air & Ocean Benelux der Rhenus-Gruppe.

„Unser Ziel ist es, Nothilfe dort zu leisten, wo es niemand sonst kann“, sagt Barry Koperberg, Direktor von Wings for Aid, „und innerhalb von 48 Stunden überall auf der Welt vor Ort zu sein. Die Stärke und das Netzwerk von Rhenus Air & Ocean werden uns helfen, das zu erreichen.“

Wings for Aid ist ein niederländisches Start-up-Unternehmen, das humanitären Organisationen hilft, Menschen in Not an den unzugänglichsten Orten zu erreichen. Dafür bestehen auch Partnerschaften mit technischen Universitäten und dem Deutschen Luftfahrtinstitut DLR.

www.rhenus.com

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