In- und ausländische Interessenten für SBB Cargo

Aufgrund der Liberalisierung und dem Wegfall der Subventionen in 2019 bleibt die Situation bei der Güterbahn angespannt

In- und ausländische Interessenten für SBB Cargo

Seit Jänner 2019 ist SBB Cargo eine eigenständige Konzerngesellschaft. Damit legt der SBB-Konzern die Basis, um die Drittbeteiligung an der Schweizer Güterbahn 2019 zu realisieren. Die Marktansprache für eine Partnerschaft hat Interessenten aus dem In- und Ausland angezogen. Die Offerten werden derzeit geprüft und verhandelt.

Im Geschäftsjahr 2018 ist SBB Cargo mit einem Ergebnis von 12,9 Mio. CHF die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen. Die Sanierungs- und Performancemaßnahmen zeigten Wirkung. Allerdings sind 2018 Einmaleffekte aufgetreten, wie tiefere Abschreibungen aufgrund der Wertberichtigung 2017 oder Verkäufe von Rollmaterial. Das Ergebnis von SBB Cargo International fällt dank einem Ertragswachstum von 11,6 Mio. CHF mit 6,1 Mio. CHF positiv aus.

Ab 2019 entfallen die Subventionen von zuletzt 8 Mio. CHF; sie sind in den vergangenen Jahren schrittweise reduziert worden. SBB Cargo erhält also keine direkte Unterstützung mehr durch den Bund. Damit bleibt die Lage insgesamt angespannt: SBB Cargo ist voll im Wettbewerb und angewiesen, dass die Bahn dort eingesetzt wird, wo sie ihre Stärken hat und wo die Kunden bereit sind, den entsprechenden Preis zu zahlen.

Der für die Versorgung der Schweiz strategisch bedeutende System-Wagenladungsverkehr hat sich in der Berichtsperiode positiv entwickelt (+1,7 Prozent Umsatzwachstum). Der kleinteilige Einzel-Wagenladungsverkehr nahm erneut um 2,4 Prozent ab und steht immer stärker unter Druck.

Deshalb überprüft SBB Cargo mit ihren Kunden bis Ende 2019 Alternativen zu einer fixen täglichen Bedienung, etwa gebündelte Lieferungen. Die Erfahrungen in ersten Regionen zeigen: In etwa 60 Prozent der Fälle können bessere Lösungen als bisher auf der Schiene gefunden werden.

www.sbbcargo.com

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