Die Reederei Wallenius SOL setzt ab Oktober Flüssigbiogas (engl. Liquefied Biogas, kurz LBG) in den Multi-Fuel-Schiffen der Enabler-Klasse, Baltic Enabler und Botnia Enabler, ein. Möglich wird das durch eine neue Vereinbarung mit dem Energieunternehmen Gasum. Das bringt klare Vorteile sowohl für die Kunden als auch für die Umwelt.
Im Rahmen einer Pooling-Vereinbarung wird Gasum LBG an Wallenius SOL liefern. LBG wird aus organischen Abfallströmen hergestellt und ist chemisch identisch mit Flüssigerdgas (LNG). Es kann ohne Modifikationen direkt in bestehenden Dual-Fuel-Motoren verwendet werden. Die ersten LBG-Bunkerungen fanden Anfang Oktober statt.
„Wir möchten der natürliche Partner für nachhaltige Seelogistik im Bottnischen Meerbusen und auf dem gesamten europäischen Kontinent sein“, sagt Rebecca Tagaeus, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Wallenius SOL. „Die Umstellung auf LBG für die beiden Multi-Fuel-Schifffe ist ein klarer Beweis dafür, dass unsere Roadmap funktioniert – und dass wir in die Klimaziele unserer Kunden investieren.“
Durch die Einführung von LBG können Kunden ihre Scope-3-Emissionen, also die indirekten Emissionen aus Logistik und Transport, reduzieren. LBG ist nach RED II zertifiziert und über ISCC rückverfolgbar. Es wird aus nordischen Restströmen hergestellt und gewährleistet so, dass es nicht zu Konflikten mit der Lebensmittelproduktion kommt.
LBG bietet im Vergleich zu fossilem LNG erhebliche Klimavorteile. Die Verbrennungsemissionen sind zwar gleich, aber aufgrund des erneuerbaren Ursprungs von LBG ist der freigesetzte Kohlenstoff Teil eines kurzen biologischen Kreislaufs und stammt nicht aus fossilen Reserven. Der Kraftstoff wird von zertifizierten Lieferanten in den nordischen Ländern und Europa bezogen.
