Weil die finanzielle Belastung in der Finished Vehicle Logistics (FVL)-Branche hoch ist, muss dieser Wirtschaftssektor über interne Effizienzsteigerungen hinaus neue Geschäftsfelder besetzen. Dazu zählt u.a. die Militärlogistik.
Denn die Erfahrung von FVL-Unternehmen im Umgang mit Schwerlasten, in der Steuerung komplexer internationaler Abläufe und in der Sicherstellung höchster Zuverlässigkeit unter Druck macht die in der Fertigfahrzeug-Logistik tätigen Betriebe zu idealen Partnern der Verteidigungsakteure. Das eröffnet auch zusätzliche Wachstumschancen.
Dieses Thema wird Generalmajor Ulf Häussler, Direktor der Abteilung für Operationen und Planung der NATO, auf der bevorstehenden Konferenz des Verbands der Europäischen Fahrzeuglogistik (ECG) in Amsterdam am 16. und 17. Oktober ansprechen. Insbesondere wird er hervorheben, wie eine engere Zusammenarbeit zwischen Logistik- und Verteidigungwirtschaft die Resilienz in einer sich schnell verändernden Welt stärken kann.
Bei dem Expertentreffen in der niederländischen Hauptstadt konzentriert sich die FVL-Branche darauf, die Arbeit an technischen Lösungen zur Steigerung der Effizienz in der Lieferkette zu verstärken. Das Thema der Konferenz lautet „Changing Technology in a Changing World: The Power of Efficiency Through Innovation in FVL“ und verdeutlicht, wie ECG die zentralen Herausforderungen der Branche durch Transparenz und Standards proaktiv angeht.
Die Tagung beginnt mit einer Keynote von Škoda Auto CEO Klaus Zellmer, der zeigt, wie der tschechische Kfz-Bauer trotz eines herausfordernden Marktumfelds zu einer profitablen und weltweit erfolgreichen Marke innerhalb des Volkswagen-Konzerns geworden ist. Zellmers Führungsstil bietet ein Beispiel dafür, wie man sich in schwierigen Märkten zurechtfindet und geschäftlichen Erfolg erzielt.
Darüber hinaus werden Führungskräfte von Renault und Volkswagen in Amsterdam einige Projekte vorstellen, die das Potenzial für Effizienzsteigerungen verdeutlichen. So demonstrieren die Automobil-Manager neue Technologien aus der Praxis, darunter Pilotprojekte zum autonomen Fahren in der Logistik.
ECG ist die europäische Plattform für den Outbound Automobillogistiksektor, die Logistikdienstleister, Logistikmanager von Herstellern und Zulieferer des Sektors zusammenbringt. Ziel von ECG ist es, die nichtkommerzielle Zusammenarbeit zwischen Mitgliedsunternehmen zu erleichtern und sie beim Austausch bewährter Verfahren in vielen Betriebsbereichen zu unterstützen, insbesondere bei der Harmonisierung von Betriebsstandards.
