Der Logistikkonzern DHL Group hat das zweite Quartal 2025 in einem volatilen globalen Umfeld mit Ergebniswachstum abgeschlossen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr durch Wechselkurseffekte und ein geringeres Momentum der Handelsvolumen um 3,9 Prozent auf 19,8 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis stieg, unterstützt durch Kostensenkungen und Preisanpassungen, um 5,7 Prozent auf 1,4 Mrd. EUR, die EBIT-Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent.
„Im zweiten Quartal haben Handelskonflikte und geopolitische Auseinandersetzungen zugenommen und die weltwirtschaftliche Dynamik beeinträchtigt. Auch im zweiten Halbjahr rechnen wir mit anhaltender weltwirtschaftlicher Volatilität. Gerade in dieser Situation zahlt sich unser Fokus auf Effizienzverbesserungen und Wachstumsmärkte aus“, berichtet Melanie Kreis, CFO DHL Group.
Der Konzern hat die Kapazitäten an die Volumenentwicklung angepasst und strukturelle Kostenverbesserungen erzielt. Diese Kombination trug signifikant zum Ergebniswachstum bei. Melanie Kreis: „Wir arbeiten daran, unsere Effizienz weiter zu verbessern und auch die im aktuellen Umfeld vorhandenen Wachstumschancen zu nutzen. Unser diversifiziertes Portfolio sorgt für Stabilität.“
DHL Global Forwarding, Freight war mit einer volatilen Volumen- und Frachtratenentwicklung in Folge der Handelskonflikte konfrontiert. Während die Luftfrachtvolumen gegenüber dem Vorjahresquartal leicht zulegten, gingen die Seefrachtvolumen zurück. Umsatz- und Ergebnisentwicklung waren darüber hinaus von der konjunkturellen Schwäche im deutschen und europäischen Straßenfrachtgeschäft beeinflusst.
DHL Express verzeichnete wie erwartet einen Rückgang bei zeitgenauen internationalen Sendungen (Time Definite International, TDI). Durch Kapazitätsmanagement, strukturelle Kostenverbesserungen und Preisanpassungen konnte die Division trotz Umsatzrückgangs beim operativen Ergebnis zulegen und die EBIT-Marge weiter verbessern.
Der Konzern rechnet weiterhin mit einem gedämpften makroökonomischen Umfeld. Von den Kostenmaßnahmen wird ein positiver Beitrag zur Ergebnisentwicklung erwartet. Auf Basis dieser Annahmen bleibt die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 unverändert. Der Vorstand rechnet weiterhin mit einem operativen Ergebnis von mindestens 6 Mrd. EUR.
