Mosolf Port Logistics & Services (MPLS) vergrößert sein europäisches Hafennetzwerk um einen strategisch günstig gelegenen Standort an der Nordsee. Im belgischen Port of Oostende etabliert der Automobilindustrie-Systemdienstleister ein neues Terminal.
Nach Unternehmensangaben verfügt der Standort zurzeit über eine Fläche von rund 80.000 m2, die auf bis zu 200.000 m2 vergrößert werden kann. Die heutige Kapazität von bis zu 3.000 Stellplätzen bietet genügend Raum zum Umschlag und zur Zwischenlagerung von Fahrzeugen. Auf dem Gelände befinden sich auch eine Werkstatteinheit sowie die erforderliche HV-Ladeinfrastruktur.
Mit einem Tiefgang von 8 bis 9 Metern ist die Shortsea-Fähigkeit für rund 80 Prozent der RoRo-Schiffe gegeben. Gemeinsam mit anderen MPLS-Standorten – u.a. in Zeebrugge, Wilhelmshaven, Cuxhaven, Koper und weiteren internationalen Häfen – entstehe mit Oostende ein „belastbares, geografisch diversifiziertes Netzwerk für den internationalen Fahrzeugumschlag“, heißt es von Mosolf.
Mit dem Schritt stärke man die Präsenz an der Nordsee und schaffe Kapazitäten für den seegebundenen Fahrzeugumschlag sowie für spezialisierte Logistik- und Technikdienstleistungen. Der Standort sei auf „multimodalen Fahrzeugumschlag sowie auf technische Dienstleistungen und wertschöpfende Logistikprozesse“ ausgelegt, verlautbart der Systemdienstleister.
Außerdem bietet der Hafen von Oostende gute Voraussetzungen für High-&-Heavy- sowie Projektladungen. Diese gewinnen im Zusammenhang mit Energie- und Infrastrukturprojekten immer mehr an Bedeutung.
„Oostende ist für uns kein isolierter Einzelstandort, sondern Teil eines integrierten Hafen- und Logistiksystems“, erläutert Kai Wenhold, General Manager Port Logistics der Mosolf Port Logistics & Services. „Die Nähe zu Zeebrugge, die verfügbare Fläche und die maritime Ausrichtung des Hafens ermöglichen es uns, bestehende Ströme sinnvoll zu ergänzen und neue Marktsegmente zu erschließen.“
