„Donau 1“: Dienstantritt für das neue Verbund-Arbeitsschiff

Die Sonderanfertigung kombiniert europäisches Know-how rund um die vielseitigen schifffahrtstechnischen Bedürfnisse des Kraftwerksbetriebes.

„Donau 1“: Dienstantritt für das neue Verbund-Arbeitsschiff Bild: Verbund

Am 23. Juni feierte der Verbund beim Lehrlingsheim des Donaukraftwerks Ybbs-Persenbeug die feierliche Inbetriebnahme des neuen Arbeitsschiffs „Donau 1“. Als Taufpatin fungierte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die in ihrer Ansprache betonte: „Die Schiffstaufe der ‚Donau 1‘ ist ein ganz großer Anlass und ein klares Symbol für Innovation, Nachhaltigkeit und die Energiewende.“

Die „Donau 1“ stehe für alles, was Niederösterreich ausmache: „Nämlich die Kraft der Donau, die Innovationskraft des Verbundes und vor allem den ganz starken Willen, die nachhaltige Zukunft für unsere Kinder und Kindeskinder zu gestalten“, sagte Johanna Mikl-Leitner.

Mit Blick auf die Zukunft betonte die Landeshauptfrau, wie wichtig Eigenständigkeit, regionale Wertschöpfung, Innovation und Verantwortung seien: „Für all das steht unsere Partnerschaft, steht der Verbund. Somit erfüllt es mich mit Stolz, dass ich die Taufpatin für dieses wunderbare Schiff sein kann.“

Die Donau sei ein Segen für ganz Österreich, weil das Unternehmen den Großteil der Stromerzeugung aus der Donau beziehe, sagte Verbund COO Achim Kaspar. „Dieses neue Schiff ist für uns nicht nur wichtig, damit wir Baggerarbeiten durchführen und Eis brechen können – wir brauchen das auch für unsere Revisionen.“

Mit seinen 40 Meter Länge, 11,45 Meter Breite und den drei starken Antriebspropellern bringt die „Donau 1“ bis zu 26,5 Tonnen Schubleistung ins Wasser und kann damit Schubleichterverbände mit bis zu 6.500 Tonnen Gesamtmasse durchs Wasser schieben.

Der Schiffsrumpf wurde in Rumänien gefertigt und danach über die Donau, den Main-Donaukanal, den Main und den Rhein bis in die Nähe von Rotterdam verbracht. Dort wurde das Schiff mit den Antrieben und der notwendigen Technik ausgestattet.

Die „Donau 1“ bietet Platz für eine Reihe von 20 Container zur Aufrüstung mit Batterien für rein elektrischen Betrieb oder zur elektrischen Versorgung anderer Schiffe. Insgesamt betrug die Investition rund10 Mio. Euro.

Mehr als 30 Großwasserfahrzeuge machen die Verbund-Flotte zu einer der größten an der Donau. Der zentrale Hafen liegt in Ybbs, wo die meisten Boote stationiert sind. Rekordhalter im Schiffspark bezüglich des Größe ist der 200-Tonnen-Schwimmkran, der selbst schwerste Maschinenteile heben kann. Baggerschiffe, Transportschuten, Eisbrecher, Vermessungsboote und diverse Kleinfahrzeuge sind in der warmen Jahreszeit im Dauereinsatz.

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