Auch im Jahr 2025 hat das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) in Abstimmung mit dem Außenministerium zahlreiche Luftverkehrsabkommen mit anderen Staaten abgeschlossen beziehungsweise aktualisiert. Besonders wichtig war dabei die Verankerung von Sozial- und Umweltstandards sowie von Klauseln für fairen Wettbewerb.
Ein besonderer Durchbruch gelang in den Verhandlungen mit der Republik Korea. Nach jahrelangen Gesprächen konnte eine Einigung auf zentrale Wettbewerbsartikel erzielt werden. Die Gespräche sollen im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. „Südkorea ist für den Flughafen Wien vor allem als einer der wichtigsten Cargo-Märkte von unschätzbarem Wert“, betont Bundesminister Peter Hanke.
Die rechtliche Absicherung dieser Verbindung stärkt den Flughafen Wien als bedeutenden Logistik-Knotenpunkt für Hightech-Güter. Dies ist besonders relevant, da das Frachtaufkommen am Standort bereits in den ersten drei Quartalen 2025 ein deutliches Plus von 7,8 Prozent verzeichnet hat.
Auch auf dem zukunftsträchtigen afrikanischen Kontinent setzt Österreich ein kräftiges Zeichen: Das neue Abkommen mit Äthiopien ermöglicht die Verdoppelung von sieben auf nun 14 wöchentliche Flüge. „Addis Abeba ist einer der wichtigsten Hubs in ganz Afrika“, so der Minister. „Mit der Verdoppelung der Kapazitäten binden wir Österreich bedeutend besser an diesen Kontinent voller wirtschaftlicher Chancen an. Das ist ein entscheidender Vorteil für unsere Unternehmen, die in diesen Märkten aktiv sind.“
Überhaupt markiert 2025 einen historischen Meilenstein für die österreichische Luftfahrt. Mit dem Überschreiten der 32-Millionen-Passagier-Marke verzeichnete der Flughafen Wien das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte. „Wir blicken auf ein außergewöhnliches Jahr zurück, das alle Prognosen übertroffen hat“, zieht Bundesminister Peter Hanke Bilanz.
Die Luftfahrt bleibe als zentraler Wirtschaftsfaktor unverzichtbar für den Tourismus und den Warenverkehr. Deshalb investiere man weiter in Digitalisierung und modernste Infrastruktur bei der Austro Control, um dieses Qualitätsniveau nicht nur zu halten, sondern auszubauen, wird der Politiker in einer Aussendung zitiert.
Mit einem Plus von über 12 Prozent bei den Flugbewegungen im Überflug (ACC) von Jänner bis November 2025 hat Österreich die internationalen Prognosen (4,5 %) deutlich übertroffen. Am 13. Juli 2025 wurde mit 4.381 Bewegungen im heimischen Luftraum ein neuer Allzeit-Rekordwert erzielt.
Trotz der enormen Frequenz bleibt Wien einer der pünktlichsten Hubs Europas. 92 Prozent der verbleibenden Verspätungen am Standort waren wetterbedingt.
