Wasserstoff-Radlader startet bei der Strabag in den Praxistest

Grüne Antriebstechnologien sind ein zentraler Hebel für die Dekarbonisierung des Unternehmens.

Wasserstoff-Radlader startet bei der Strabag in den Praxistest Bild: Strabag - Stefan Bock

Ab sofort fährt ein Wasserstoff-Radlader von Liebherr im Kanzelsteinbruch Gratkorn. Der Baukonzern Strabag testet das Gerät mit H2-Antrieb zwei Jahre lang und mindestens 50 Stunden pro Woche auf Herz und Nieren.

Kraftstoffe sind bei Strabag der größte CO2-Verursacher. Etwa 40 Prozent der konzerneigenen Emissionen entfallen auf den Dieselverbrauch der Baumaschinen, Nutzfahrzeuge und Pkw. 

„Um bis 2040 klimaneutral zu werden, brauchen wir effektive Lösungen. Die Umstellung unserer Baumaschinen auf erneuerbare Antriebstechnologien ist ein essenzieller Hebel“, sagt Stefan Kratochwill CEO der Strabag SE. Die kommenden Jahre sind für das Unternehmen entscheidend bei der Ablöse von fossilen durch erneuerbare Energieträger.

Die Umstellung von schweren Baumaschinen auf nachhaltige Antriebstechnologien ist herausfordernd. Eine marktreife Lösung fehlt bisher. Der Wasserstoffmotor des Radladers ist hier ein wichtiger Ansatz und hat großes Potenzial.

Dr.-Ing. Herbert Pfab, Technischer Geschäftsführer Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH: „Neben der Wirkung für den Klimaschutz ermöglicht diese Technologie, ein hohes Maß an Wertschöpfung und technologischem Know-how in Westeuropa zu halten. Sie stärkt die Resilienz in den Lieferketten und bietet damit strategische Vorteile.“

Für den Praxistest wurde eine eigene Wasserstofftankstelle im Steinbruch errichtet, damit der Radlader unkompliziert betankt werden kann. Die Energie Steiermark wird die Versorgung mit H2 gewährleisten. Internen Berechnungen zufolge können durch den Einsatz des Radladers 37.500 Liter Diesel und etwa 100 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

www.strabag.com

www.liebherr.com

Anzeige