viadonau stärkt Aschach für die Güterschifffahrt

Landstrom- und Photovoltaikanlagen sowie bessere Zugangsmöglichkeiten werten die Donau-Gemeinde als Liegeplatz auf.

viadonau stärkt Aschach für die Güterschifffahrt Bild: viadonau-Zinnern

Mit dem von der EU kofinanzierten internationalen Projekt „FAIRway Danube II“ setzt die Wasserstraßengesellschaft viadonau ihren Modernisierungskurs an der österreichischen Donau fort. Am 17. Oktober erfolgte in Aschach der Baustart zur Runderneuerung zweier hochfrequentierter Länden. Mit der 3 Mio. EUR Investition erfährt die Güterschifffahrt dort ein nachhaltiges Infrastruktur-Upgrade mit Landstromversorgung, Photovoltaik und sicheren Zugangsmöglichkeiten.

Die Landstrom-Anlagen sorgen dafür, dass die anlegenden Schiffe nicht ihre Diesel-Generatoren laufen lassen müssen, sondern einfach saubere Elektrizität beziehen können. Hinzu kommen Photovoltaikanlagen, die ebenfalls umweltschonend den Energiebedarf an Bord decken können. Beides zusammen gilt als nachhaltiger Qualitätsgewinn für den Schiffsbetrieb.

Um optimale An- und Ablegemanöver für Güterschiffe und den sicheren Zugang für die Schiffsbesatzungen zu gewährleisten, werden demnächst 14 Dalben für die „Lände Aschach“ sowie drei für die „Öffentliche Lände Aschach“ in den Flussgrund eingebracht. Damit ist die Basis für sichere Zufahrts- und Zugangsmöglichkeiten geschaffen.

Oberösterreichs Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner: „Wenn Transportwege sicherer und effizienter werden, ist das eine gute Nachricht. Mit der Modernisierung der Länden passiert genau das auf der Donau. Die Donau ist ein umweltverträglicher und leistungsfähiger Verkehrsträger, der das Potenzial hat, die Straße zu entlasten und die Bahn zu ergänzen.“

„Mit der konsequenten Modernisierung der Wasserstraße, die wir hier bei Aschach fortsetzen, stärken wir das Rückgrat der Binnenschifffahrt. So erhöhen wir damit nicht nur ihre Attraktivität als leistungsfähige Transportoption, sondern liefern mit topmoderner Infrastruktur, gepaart mit den konkurrenzlos hohen Kapazitäten des Binnenschiffs, eine starke Antwort auf die Frage nach nachhaltigen Transportlösungen im europäischen Verkehrsnetz“, meint viadonau-Geschäftsführer Hans-Peter Hasenbichler.

Die Präsidentin von Pro Danube Austria und Professorin am FH OÖ Logistikum, Lisa-Marie Putz-Egger, ergänzt: „Um das Potenzial der Donau optimal zu nutzen, braucht es vor allem eines: Verlässlichkeit. Die Modernisierung der Länden ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Die Wasserstraße muss in die Logistikkette integriert und als nachhaltiger Verkehrsträger in den Köpfen der Menschen verankert werden.“

Die Maßnahmen zur Liegestellensanierung in Aschach werden im Zuge des von der Europäischen Union unterstützten Vorhabens „FAIRway Danube II“ über die Connecting Europe Facility (CEF) kofinanziert. „FAIRway Danube II“ ist ein von viadonau koordiniertes, transnationales Projekt unter Beteiligung von Österreich, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien und Rumänien. Das Projekt trägt zur Verbesserung der Fahrwasserbedingungen auf der Donau bei.

www.viadonau.org

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