Viadonau richtet Fokus auf chemische und petrochemische Produkte

Neue zweijährige Initiative Donaulogistik für „Chemische und petrochemische Produkte mit dem Binnenschiff“

Viadonau richtet Fokus auf chemische und petrochemische Produkte Bild: viadonau

Egal ob Mineralöle, Biodiesel oder weitere chemische Produkte – die Donau kann eine sichere und günstige Transportlösung für diese Produkte bieten. Zahlreiche Ballungszentren, Raffinerien und Unternehmen der chemischen Industrie liegen entlang dieser Wasserstraße.

Im Bereich der Flüssiggüter laufen bis dato vor allem Mineralöle über die österreichische Donau, die mit 1,3 Mio. Tonnen im Jahr 2018 etwa 20 Prozent des Transportvolumens ausmachen – eine wichtige Gruppe, die daher auch im Mittelpunkt der Auftakt-Veranstaltung der neuen Schwerpunktinitiative stand.

Welches Zukunftspotenzial bietet die Donau dafür und welche strategischen Entwicklungen sind möglich? Dazu führten rund 25 Experten aus den Bereichen Donaulogistik, Mineralölindustrie kürzlich Tankschifffahrt rege Fachgespräche. So informierte Attila Heves von MOL Austria und Piotr Zielinski von Lukoil Lubricants Europe – beides Unternehmen, die über einen oder mehrere Standorte mit direktem Zugang zur Wasserstraße verfügen – darüber, wie die Donauschifffahrt effizient in die Logistik eingebunden werden kann.

Welche Herausforderungen das tägliche Transportgeschäft auf der Donau bereithält, beleuchtete Norbert Baumann von Danu Trans, bevor viadonau-Experte Mario Kaufmann abschließend einen Ausblick auf aktuelle und geplante Möglichkeiten von elektronischen Gefahrgutmeldungen und des Flottenmanagements über das River Information Service (RIS) gab und dabei die Ziele von RIS für die nächsten Jahre erklärte: eine harmonisierte Korridorlösung, die ein einmaliges Melden und Reporting für donauweite Transporte ermöglichen soll.

In einer gemeinsamen Diskussion mit allen Sprecherinnen und Sprechern sowie dem Auditorium wurde der Fokus vor allem auf strategische Entwicklungen, wie LNG (liquefied natural gas) – sowohl als Transportgut als auch als Antrieb – für Binnenschiffe gelegt. Dabei zeigte sich klar, dass solche Systemveränderungen des Sektors nur auf Basis der Zusammenarbeit von Industrie und Logistikanbietern erfolgen können.

Die Initiative „chemische und petrochemische Produkte mit dem Binnenschiff“ steht erst am Anfang. Weitere chemische Produkte wie chemische Düngemittel, verschiedene Kunststoffe und andere chemische Erzeugnisse sollen in den Folgeveranstaltungen näher beleuchtet werden.

www.viadonau.org

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