Das Werk im westungarischen Kunsziget hat sich zu einem wichtigen Werk im Produktionsverbund der Sick AG etabliert. Um das zukünftige Wachstum am Standort zu sichern, wurde jetzt die Fertigungskapazität erhöht.
Eine Automatisierungslösung des Intralogistik-Spezialisten Knapp verbindet die einzelnen Hallen miteinander, optimiert den Materialfluss und stellt die Produktionsversorgung sicher. Konkret unterstützt sie vier Prozesse: Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung und Produktionsversorgung. Dabei bilden insgesamt 27 Open Shuttles das Rückgrat der innerbetrieblichen Transportlogistik.
Letztere verbinden das neue automatische Kleinteilelager (AKL) direkt mit den Produktionshallen und sorgen durch die just-in-time-Belieferung für niedrige Lagerbestände und eine hohe Versorgungssicherheit. Dabei geben die Open Shuttles die Behälter an 30 Durchlaufregale in der Produktion ab und nehmen fertig produzierte Teile wieder zur Einlagerung mit.
Das AKL mit Regalbediengerät bildet die zentrale Versorgungsstruktur für die gesamte Produktion. Auf 52.000 Stellplätzen werden Roh- und Halbfertigfabrikate in drei unterschiedlichen Behältertypen eingelagert. Zwei ergonomische Arbeitsplätze sind direkt angebunden und sollen eine effiziente Kommissionierung ermöglichen.
Für einen geschlossenen, effizienten Materialkreislauf verbindet eine Deckenfördertechnik den Wareneingang mit dem AKL. Die neue Lösung ermöglicht vollautomatisierte Ein- und Auslagerungsprozesse, eine just-in-time-Produktionsversorgung und die Optimierung der Flächensituation.
„Vorteil dieser Anlage ist der zukunftsorientierte Einsatz. Denn wir haben sie nicht nur für den heutigen Bedarf, sondern auch für die Zukunft gebaut“, unterstreicht Laszlo Varga, Supply Chain Manager bei Sick.
Die Sick AG mit Hauptsitz in Waldkirch im Breisgau, Deutschland, ist ein weltweit führender Anbieter intelligenter Sensorlösungen für die Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation. Seit ihrer Gründung im Jahr 1946 hat sich das Unternehmen zu einem Technologieführer entwickelt, der heute mit über 10.000 Mitarbeitenden und 63 Tochtergesellschaften weltweit vertreten ist. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte der Konzern einen Umsatz von 2,1 Mrd. EUR. Am Produktionsstandort Kunsziget, wo seit 1995 Sensoren gefertigt werden, sind 800 Mitarbeitende beschäftigt.
