„2025 war ein gutes Jahr für Hapag-Lloyd mit soliden Ergebnissen. Wir haben unsere Transportmenge gesteigert und den Markt übertroffen. Unser Gemini-Netzwerk erreichte eine Fahrplantreue von 90 Prozent und die Kundenzufriedenheit stieg auf ein neues Rekordniveau. Außerdem hat unser wachsendes Terminalportfolio zunehmend zum Erfolg unseres Liniengeschäfts beigetragen.“ Das berichtete Rolf Habben Jansen, CEO der Hapag-Lloyd AG, bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz.
Im Segment Linienschifffahrt stiegen die Umsätze im Jahr 2025 auf 18,3 Mrd. EUR. Das EBITDA ging auf 3,1 Mrd. EUR und das EBIT auf 900 Mio. EUR zurück. Während die Transportmenge – gestützt durch die erfolgreiche Implementierung des Gemini-Netzwerks – um 8 Prozent auf 13,5 Mio. TEU anstieg, sank die durchschnittliche Frachtrate infolge wachsender Kapazitäten und zunehmender Handelsungleichgewichte um 8 Prozent auf 1.376 USD/TEU.
Darüber hinaus wirkten sich höhere Kosten aufgrund operativer Störungen infolge neuer Zollpolitiken, anhaltender Sicherheitskonflikte im Roten Meer, Anlaufkosten für das Gemini-Netzwerk sowie Hafenüberlastungen negativ auf das Ergebnis aus. Demgegenüber setzten im zweiten Halbjahr 2025 erste Kosteneinsparungen im Zusammenhang mit Gemini ein, die im Jahr 2026 vollständig realisiert
„Zu Beginn des Jahres 2026 haben ungünstige Wetterbedingungen unsere Geschäftsentwicklung belastet. Außerdem führt der Konflikt im Nahen Osten nun zu erheblichen Störungen in unserem Netzwerk sowie zu einem deutlichen Anstieg der operativen Kosten. Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass das Ergebnis im Jahr 2026 unter dem von 2025 liegen wird“, so Rolf Habben Jansen.
Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, will Hapag-Lloyd zunehmende Synergien aus dem Gemini-Netzwerk heben und die Kosteneinsparinitiativen beschleunigen. „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun werden, um ihre Lieferketten intakt zu halten. Dafür arbeiten wir entschlossen auf einen erfolgreichen Abschluss unseres Merger Agreements mit ZIM hin“, sagte Rolf Habben Jansen.
