Österreichs größter öffentlicher Donauhafen muss auch im Winter für die Schifffahrt offen sein. Zieht eine massive Kaltfront über Wien, ist die „MS Eisvogel“ der Garant dafür, dass Frachtschiffe im Hafen Wien jederzeit ungehinderte Zufahrt zum Kai haben. Durch seinen Einsatz hält der Eisbrecher nicht nur die Fahrrinne frei, sondern bewahrt auch die Rümpfe der im Hafen Wien sowie am Kai vor Anker liegenden Fracht- und Donaukreuzfahrtschiffe vor schweren Schäden.
Mittlerweile hat die „MS Eisvogel“ auch erweiterte Aufgaben übernommen und macht auf den Donauwellen das ganze Jahr über eine gute Figur. So kommt sie als Berge- und Feuerlöschschiff zum Einsatz und steht auch für ausgewählte Kundenfahrten in den drei Hafenbecken Freudenau, Lobau und Albern zur Verfügung.
80 Tonnen bringt der 32 Meter lange und sechseinhalb Meter breite Eisbrecher auf die Waage. Bis zu zwölf Millimeter dicker Stahl schützt den Rumpf vor den scharfen, harten Eiskanten. Die 520 PS starken Dieselmotoren schieben den Koloss im Schritttempo Meter um Meter voran.
Wird das Eis noch dicker, dann kann die „MS Eisvogel“ zusätzlich noch etwa 30 Tonnen an Wasserballast aufnehmen. Das Schiff hievt sich dann im Schritttempo Meter um Meter auf die Eisplatte und bricht sie mit seinem Gewicht in Stücke. Bis zu 60 Zentimeter dickes Eis kann so gebrochen werden.
Im Februar 2017 wurde die „MS Eisvogel“ bei einem Schwelbrand infolge eines Kabelschadens erheblich im Unter- und Oberdeck sowie am Ruderstand beschädigt. Im Zuge der umfangreichen Reparaturarbeiten in der ÖSWAG Werft Linz AG fand auch eine komplette Schiffsrevision statt.
