Als größter öffentlicher Donauhafen Österreichs ist der Hafen Wien ganzjährig in Betrieb. Rund ein Drittel der jedes Jahr rund 1.000 abgefertigten Frachtschiffe läuft den Umschlagplatz an der Wasserstraße auch in den Wintermonaten an.
Darüber hinaus erfüllt insbesondere der Hafen Freudenau eine besondere Funktion als Schutz- und Winterhafen. Denn etwa 25 Donaukreuzfahrtschiffe überwintern hier fest vertaut. Sie sind auf regelmäßig eisfreie Becken angewiesen.
Hier kommt der Eisbrecher „MS Eisvogel“ ins Spiel. Aufgrund der anhaltend tiefen Temperaturen war das Spezialschiff der Stadt Wien heuer nach rund neun Jahren wieder im Einsatz. Bis zu 60 Zentimeter dickes Eis kann es „knacken“.
80 Tonnen ist die 32 Meter lange und sechseinhalb Meter breite „MS Eisvogel“ schwer. Bis zu 12 Millimeter dicker Stahl schützt den Rumpf vor den Eiskanten. Die 520 PS starken Dieselmotoren schieben das Schiff im Schritttempo Meter für Meter voran.
„Nicht nur für Güter, die per Schiene und Lkw hier umgeschlagen werden, sondern auch für die Schifffahrt muss der Hafen Wien stets offen sein. Zieht eine massive Kaltfront über die Stadt, ist die ‚MS Eisvogel` der Garant dafür, dass die Fahrrinne eisfrei bleibt und Frachtschiffe jederzeit ungehinderte Zufahrt zum Kai haben“, erklärt Fritz Lehr, kaufmännischer Geschäftsführer des Hafen Wien.
Aber nicht nur in harten Wintern hat die „MS Eisvogel“ viel zu tun – in den warmen Monaten ist sie als Bergungsschiff unterwegs oder wird für Besichtigungsfahrten eingesetzt. Außerdem steht sie für ausgewählte Kundenfahrten in den drei Hafenbecken Freudenau, Albern un Lobau zur Verfügung.
Als Tochter der Wien Holding ist der Hafen Wien ein Unternehmen der Stadt Wien. Rund 2.000 Kilometer vom Schwarzen Meer und rund 1.500 Kilometer von der Nordsee entfernt, punktet der Umschlagplatz mit seiner optimalen direkten Anbindung an die drei Verkehrsträger Schiff, Eisenbahn und Lkw sowie mit der Nähe zum Flughafen Wien- Schwechat.
Mit bis zu 5.000 Arbeitsplätzen ist das Logistikzentrum Hafen Wien ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Auf einer Gesamtfläche von 3 Mio. m2 sind hier rund 200 Unternehmen angesiedelt.
