Am 9. Oktober ist im Ennshafen der Startschuss zur Errichtung von neuen Landstromanlagen erfolgt. Mit einem symbolischen Spatenstich durch die beteiligten Partnerfirmen und dem Hafen-Team wurde der Auftakt für den Beginn der Bauarbeiten im oberösterreichischen Hafenbecken gesetzt.
Bis spätestens Ende 2027 entstehen im gesamten Ennshafen fünf moderne Landstromanlagen mit insgesamt 19 Anschlussboxen. Diese bieten eine Leistung von bis zu 400 Ampere und ermöglichen direkt am Liegeplatz eine umweltfreundliche Stromversorgung für Güter- und Kabinenschiffe.
Die technische Infrastruktur umfasst Transformatorstationen, Verteilerschränke sowie standardisierte Anschlusssysteme. Die Stromversorgung erfolgt zu 100 Prozent mit Ökostrom durch die lokalen Energieversorger Linz AG in Oberösterreich und EVN auf der niederösterreichischen Seite des Ennshafens.
Die Gesamtinvestitionen für das Projekt belaufen sich auf rund sechs Mio. EUR. Zwei Drittel der Mittel werden im oberösterreichischen Teil des Ennshafens investiert, ein Drittel in Niederösterreich. Die Europäische Union unterstützt das Vorhaben mit einer Förderung von 50 Prozent über das CEF2-Programm (Connecting Europe Facility) durch die Agentur CINEA.
Die Fertigstellung der Landstromanlagen ist bis spätestens Ende 2027 geplant. Der Ennshafen positioniert sich damit als Vorreiter für nachhaltige Hafeninfrastruktur und leistet einen aktiven Beitrag zur Reduktion von Emissionen in der Binnenschifffahrt.
„Landstromanlagen stellen einen wichtigen Baustein für die ökologische Verbesserung im Bereich des Schiffsverkehrs dar, sowohl für den Gütertransport als auch für die touristische Nutzung der Donau mit Kabinenschiffen. Es ist sehr erfreulich, dass der Ennshafen in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten in diese Infrastruktur investiert und in naher Zukunft über moderne Landstromanlagen verfügen wird. Damit können die Schiffe während der Liegedauer im Ennshafen auf ihre Dieselaggregate verzichten“, erklärt Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner.
