Doka-Schalungen und Gerüste für die „Batterie in den Alpen“

Bis 2027 wächst die Staumauer Wasserfallboden, auch Limbergsperre genannt, um neun Meter auf knapp 129 Meter.

Doka-Schalungen und Gerüste für die „Batterie in den Alpen“ Bild: Doka

Mit der Erhöhung der Staumauer Wasserfallboden um rund neun Meter entsteht in Kaprun die Grundlage für das neue Pumpspeicherkraftwerk Limberg III, das künftig 480 MW flexible Zusatzleistung für Österreichs Energieversorgung bereitstellen wird. Doka liefert die Schalungs- und Gerüstlösungen, die den präzisen und sicheren Bau unter extremen Hochgebirgsbedingungen ermöglichen.

Die Arbeiten finden auf über 1.700 Metern Seehöhe statt – ein Umfeld mit Temperaturen weit unter null Grad, Windspitzen über 100 km/h und extremen logistischen Anforderungen. Langjährige Expertise im Infrastrukturbau und ein erfahrenes Doka-Team sorgen dafür, dass der Baufortschritt von Beginn an stabil verläuft. Dank 3D-Planung, Vorfertigung und optimierter Logistik konnten die Takte deutlich beschleunigt werden – mit einer Betonagegeschwindigkeit von rund 260 m³ in nur drei Tagen.

Die Trägerschalung Top50 ermöglicht die präzise Formgebung der gekrümmten Staumauerblöcke, während die Sperrenschalung D22 für die sichere Lastabtragung sorgt. Zudem sorgt die Faltbühne K auf über 700 Laufmetern hinweg für verlässliche und optimale Arbeitsbedingungen. Für die Montage und Ausbauarbeiten an der Steuerzentrale wurden 22 Tonnen Ringlock-Modulgerüst installiert. Diese dienen als Treppenturm sowie als flexible Arbeitsplattform. Parallel dazu unterstützt Doka auch beim Bau der unterirdischen Kaverne des neuen Kraftwerks Limberg III.

Die Kraftwerksgruppe Kaprun ist seit Jahrzehnten ein Symbol der österreichischen Energiewirtschaft. Limberg I, eines der ersten Pumpspeicherkraftwerke aus den 1950er-Jahren, stand sinnbildlich für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Limberg II, 2011 als unterirdisches Pumpspeicherkraftwerk mit 480 MW in Betrieb genommen, markierte den nächsten großen Entwicklungsschritt. Auch hier war Doka – wie bei Limberg III – mit Schalungslösungen für die Kaverne beteiligt. Heute investiert Verbund mit der Erweiterung durch Limberg III über 500 Mio. EUR in den weiteren Ausbau der Energieunabhängigkeit und Versorgungssicherheit Österreichs.

Alle drei Limberg-Kraftwerke sind eigenständige Pumpspeicherkraftwerke innerhalb der Kraftwerksgruppe Kaprun. Sie werden von den beiden Hochgebirgsstauseen Wasserfallboden und Moserboden gespeist.Mit der Fertigstellung der Staumauererhöhung wächst das nutzbare Speichervolumen des Wasserfallboden-Stausees bis 2027 um rund 30 GWh. Das entspricht dem Jahresstrombedarf von etwa 6.000 österreichischen Haushalten.

In Verbindung mit der zusätzlichen Leistung von 480 MW kann dank Limberg III als Energie-Zwischenspeicher künftig flexibel und schnell auf Verbrauchsspitzen reagiert sowie Schwankungen aus Wind- und Sonnenstrom ausgeglichen werden. Nach Abschluss weiterer Ausbaustufen unweit der Limbergsperre wird die Kraftwerksgruppe Kaprun eine Gesamtleistung von rund 2.000 MW erreichen.

„Die Staumauererhöhung in Kaprun zeigt eindrucksvoll, dass Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft bei uns Hand in Hand gehen. Gepaart mit dem technischen Know-how aus vielen erfolgreich umgesetzten Projekten, wie etwa dem Staumauer-Projekt Spitallamm in den Schweizer Alpen, leisten wir mit unseren Lösungen einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende,“ sagt Harald Zulehner, Geschäftsführer Doka Österreich.

www.doka.com; www.verbund.com

Anzeige