DB Cargo will etwa 170.000 Lkw pro Jahr von der Straße auf die Schiene holen

Start mit Coca-Cola: Door-to-door-Service EVplus eröffnet Kunden ohne eigenen Gleisanschluss den Zugang zur Schiene.

DB Cargo will etwa 170.000 Lkw pro Jahr von der Straße auf die Schiene holen Bild: DB Cargo

Für den Kunden Coca-Cola transportiert DB Cargo seit Ende August Waren im Nachtexpress von Hamburg nach Köln. Immer kombiniert, im Nahverkehr mit dem Lkw, auf der Ferndistanz auf der Schiene, direkt bis zum Lager. Möglich wird das durch das neue Door-to-door-Produkt EVplus.

EVplus verschafft auch Kunden ohne eigenen Gleisanschluss Zugang zur Schiene und ermöglicht den Transport einzelner Sendungen – mit kurzen Laufzeiten. Der Versender muss sich um nichts kümmern: DB Cargo Logistics übernimmt die komplette Organisation der Leistung inklusive Vor- und Nachlauf der Lkw und stellt auch das EV-Equipment wie 45‘ Wechselbehälter zur Verfügung.

„EVplus kombiniert die Vorteile des dichten Einzelwagennetzes mit der Flexibilität der Straße“, erklärt Daniel Knaus, Projektleiter EVplus. „Vor dem Kunden treten wir als End-to-end-Logistiker auf. Wir stellen sowohl das Equipment als auch den Transport über Schiene und Straße. Auf diese Weise rücken wir näher an den Kunden und können besser auf seine Bedürfnisse eingehen.“ 

Was mit Coca-Cola gestartet ist, steht außerdem auch allen anderen Kunden zur Verfügung. Die Nachfrage ist laut DB Cargo groß. „Wir sehen ein großes Bedürfnis an intermodalen Lösungen, vor allem im Konsumgütermarkt. Gleichzeitig ist das Angebot auch eine schnelle und nachhaltige Alternative zum Lkw für weitere Branchen. Viele Kunden haben keine eigenen Gleise, denen wollen wir mit EVplus Zugang zur Schiene ermöglichen“, erklärt Daniel Knaus.

Auch die Standorte sollen sukzessive ausgebaut werden: Neben Hamburg und Köln sollen alle neun großen Zugbildungsanlagen und Rangierzentren mit EVplus verknüpft werden. Das Ziel: Bis 2030 etwa 170.000 Lkw pro Jahr von der Straße auf die Schiene holen.

www.dbcargo.com

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