Im Jahr 2025 wurden laut Statistik Austria 5,8 Mio. Tonnen Güter auf der Donau befördert, um 11,6 Prozent weniger als 2024. Das Transportaufkommen fiel damit unter den bisherigen historischen Tiefstand von 2023 (6,0 Mio. Tonnen). Der Einbruch der beförderten Menge ist vor allem auf Rückgänge im grenzüberschreitenden Empfang sowie im Transitverkehr zurückzuführen.
Während die Zahl der Beförderungen im Güterverkehr auf der Donau im Jahr 2025 verglichen mit 2024 insgesamt um 12,0 Prozent auf 6.291 anstieg, verringerte sich die transportierte Gütermenge um 11,6 Prozent bzw. 0,8 Mio. Tonnen auf ein neues Allzeittief von 5,8 Mio. Tonnen. Die durchschnittliche Auslastung je Beförderung reduzierte sich auf 53,9 Prozent (2024: 66,0 Prozent).
Multipliziert man die beförderte Tonnage mit den zurückgelegten In- und Auslandsstrecken, ergibt sich für 2025 eine Gesamttransportleistung von 5,2 Mrd. Tonnenkilometern. Das sind um 20,0 Prozent bzw. 1,3 Mrd. Tonnenkilometer weniger als 2024.
In den vergangenen Jahren lag das Transportaufkommen im grenzüberschreitenden Empfang jeweils deutlich über dem des grenzüberschreitenden Versands. Im Jahr 2025 wurde auf Wasserwegen um 21,9 Prozent (−0,7 Mio. Tonnen) weniger empfangen als 2024, der Versand nahm hingegen um 21,5 Prozent (+0,4 Mio. Tonnen) zu. Dadurch bewegte sich die beförderte Tonnage im Versand und im Empfang erstmals nahezu auf dem gleichen Niveau.
Wie schon 2024 wurde auch im Vorjahr die größte absolute Abnahme des Transportaufkommens im grenzüberschreitenden Empfang bei Beförderungen aus Rumänien (−0,3 Mio. Tonnen bzw. –58,9 Prozent auf 0,2 Mio. Tonnen) und die größte Zunahme bei Beförderungen aus der Ukraine (+0,1 Mio. Tonnen bzw. +47,2 Prozent auf 0,4 Mio. Tonnen) verzeichnet.
Der Anstieg im grenzüberschreitenden Versand ist vor allem auf Transporte in die östlichen Länder (Ungarn, Slowakei, Serbien, Rumänien, Kroatien, Ukraine und Bulgarien) zurückzuführen. Die gesamte beförderte Gütermenge in diese Länder lag hier bei 1,7 Mio. Tonnen und damit um 33,6 Prozent bzw. 0,4 Mio. Tonnen über dem Vorjahreswert.
Der Transitverkehr sank um 44,4 Prozent (−0,5 Mio. Tonnen) auf 0,7 Mio. Tonnen. Der mengenmäßig weniger bedeutende Inlandverkehr verzeichnete ein leichtes Plus um 6,6 Prozent (+0,03 Mio. Tonnen) auf 0,4 Mio. Tonnen.
Der wasserseitige Güterumschlag – also die Summe der zu Wasser ein- und ausgeladenen Güter – der österreichischen Häfen lag 2025 mit 5,5 Mio. Tonnen um 3,4 Prozent (−0,2 Mio. Tonnen) unter dem Wert von 2024. Dabei haben sich für die einzelnen Donauhäfen unterschiedliche Entwicklungen gezeigt.
Die Linzer Häfen (−6,3 Prozent auf 2,8 Mio. Tonnen) und der Hafen Enns (−25,2 Prozent auf 0,4 Mio. Tonnen) verzeichneten im Vorjahresvergleich ein Minus. Bei den Wiener Häfen (+8,0 Prozent auf 1,3 Mio. Tonnen) und dem Hafen Krems (+2,1 Prozent auf 0,3 Mio. Tonnen) wurde hingegen ein Anstieg der zu Wasser ein- und ausgeladenen Tonnage verzeichnet. Alle übrigen Häfen kamen zusammen auf 0,8 Mio. Tonnen, was einer Zunahme von 2,9 Prozent bzw. 0,02 Mio. Tonnen entspricht.
