ASCII-Studie sieht Versorgung mit Schwefel massiv gefährdet

Fast die Hälfte aller globalen Rohstoff-Exporte stammt aus der Golfregion. Indirekte Lieferkettenrisiken könnten Österreichs Industrie treffen.

ASCII-Studie sieht Versorgung mit Schwefel massiv gefährdet Bild: Complexity-Science-Hub-Eugenie-Sophie / ASCII-Direktor Peter Klimek
Die nun wieder aufflammende Blockade der Straße von Hormus setzt die Weltwirtschaft weiter unter Druck: Neben der Versorgung mit Öl und Gas selbst ist auch die Versorgung mit Schwefel – einem Nebenprodukt der Rohölraffination – massiv gefährdet, mit potenziell weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen, unter anderem für die Europäische Union und Österreich.Schwefel ist für die globale Industrie unerlässlich.Der Rohstoff wird vor allem zu Schwefelsäure verarbeitet – einer Schlüsselchemikalie für Düngemittel, Batterien, Farbstoffe, Pestizide, Metallverarbeitung und zahlreiche industrielle Produktionsprozesse.Eine neue Studie des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII)und des Complexity Science Hub (CSH) warnt vor einem potenziellen „systemischen Schwefel-Schock“ für Europas Industrie infolge einer länger andauernden Blockade der Straße von Hormus.Zwar sind Europa und Österreich nur begrenzt direkt von Schwefel-Importen aus der Golfregion abhängig, doch über globale Liefernetzwerke entsteht ein weit größeres Risiko.

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