Andreas Reichhardt: Appell für die Breitspurbahn

Laut dem Verkehrsminister hätte ein Ende des Breitspurbahnverlaufs in der Slowakei eine Mehrbelastung von gut 1.100 Lkw zur Folge

Andreas Reichhardt: Appell für die Breitspurbahn Bild: UTLC

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) hat auf Initiative der ÖBB Infrastruktur Ende September 2019 eine Strategische Prüfung für die Verlängerung der Breitspurbahn von der Staatsgrenze zwischen Österreich und der Slowakei bei Kittsee bis in den Raum Wien eingeleitet.

Diese Analyse hat ergeben, dass bei einer Verlängerung der Breitspur bis Wien 63 Prozent der Güter aus der Schiene und 37 Prozent auf der Straße weitertransportiert würden. Wäre der Endpunkt in Bratislava (sog. Nullalternative), würde sich das Verhältnis umkehren – es käme deutlich mehr Verkehr auf die Straße. 29 Prozent Schienengütertransport stünden 71 Prozent auf der Straße gegenüber.

In der Slowakei wurde bereits ein konkretes Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren für die Verlängerung der Strecke von Košice bis zur Staatsgrenze bei Bratislava eingeleitet. „Wir müssen daher damit rechnen, dass in nicht allzu ferner Zukunft eine systematisch einheitliche Eisenbahninfrastruktur von Ostasien bis an die Grenze Österreichs geführt wird. Wir stehen dann vor der Frage, ob Österreich an dieser Entwicklung und dem immensen wirtschaftlichen Nutzen teilhaben oder eine ökologische Belastung in Kauf nehmen will“, so Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Andreas Reichhardt.

Laut BMVIT würde ein Ende des Breitspurbahnverlaufs in der Slowakei für Österreich als Transitland eine Mehrbelastung von gut 1.100 Lkw verursachen. Das stünde im Wiederspruch des allgemeine Ansinnens, die CO2-Belastungen deutlich zu reduzieren.

www.bmvit.gv.at

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