Österreichischer Logistikmarkt bleibt auch 2026 anspruchsvoll

Entwickler agieren zunehmend vorsichtig und knüpfen neue Projekte verstärkt an entsprechende Vorverwertungsquoten.

Österreichischer Logistikmarkt bleibt auch 2026 anspruchsvoll Bild: CBRE Austria

Der österreichische Logistikmarkt zeigte vor allem im zweiten Halbjahr 2025 erste Anzeichen einer Stabilisierung, bleibt insgesamt jedoch von Zurückhaltung geprägt. Denn weiterhin dämpfen wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Rahmenbedingungen die Nachfrage nach Logistikflächen.

„Insgesamt bleibt der Logistikmarkt auch 2026 anspruchsvoll. Steigende ökonomische Zuversicht, eine bereinigte Pipeline und eine allmählich anziehende Nachfrage könnten jedoch die Grundlage für eine schrittweise Erholung bilden“, sagt Marc Steinke, Leiter Research bei CBRE Österreich.

Der Flächenumsatz belief sich 2025 auf fast 120.000 m² und lag damit um 47 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während die ersten sechs Monate sehr verhalten verliefen, zeigte das zweite Halbjahr mit über 80.000 m² eine klare Aufwärtstendenz, wobei dafür eine Großvermietung maßgeblich ausschlaggebend war. CBRE behauptete 2025 erneut seine führende Position in dem Segment.

Auf der Angebotsseite zeigte sich im abgelaufenen Jahr ein deutlich anderes Bild als in der Vergleichsperiode 2024. Das Fertigstellungsvolumen ging auf 123.000 m² zurück und lag damit rund 75 Prozent unter dem Vorjahreswert – wobei es sich dabei um einen Rekordwert gehandelt hat.

Entwickler agieren zunehmend vorsichtig und knüpfen neue Projekte verstärkt an entsprechende Vorverwertungsquoten. „Diese Zurückhaltung dürfte sich auch im Jahr 2026 fortsetzen, wodurch sich vermutlich die avisierte Pipeline in der Größenordnung von rund 187.000 m² weiter reduzieren wird“, so Daniel Pfeiffer, Head of Sector Industiral & Logistics Leasing bei CBRE Österreich.

Die Spitzenmiete erhöhte sich im Jahresverlauf 2025 nur moderat auf 7,25 EUR pro Quadratmeter und Monat, was einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch für 2026 erwarten die CBRE-Experten lediglich einen leichten Anstieg. Für stärkere Mietzuwächse sei derzeit noch zu viel spekulative Fläche am Markt verfügbar. Aktuell betrage beispielsweise die Leerstandsrate in Wien fast 10 Prozent, lautet ihre Einschätzung.

www.cbre.com

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