100 Jahre bayernhafen sind eine Erfolgsgeschichte

Der Zusammenschluss von sechs Hafenanlagen an Main, Donau und am Main-Donau-Kanal hat messbare wirtschaftliche Impulse ausgelöst.

100 Jahre bayernhafen sind eine Erfolgsgeschichte Bild: Bavaria-Luftbild-Verlags-GmbH / bayernhafen – im Bild die Hafenanlage Aschaffenburg am Main – feiert 2025 das 100jährige Bestandsjubiläum.

Heuer feiert bayernhafen – ein Beteiligungsunternehmen des Freistaats Bayern und Eigentümer der Häfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau – sein 100jähriges Jubiläum. 1925 wurden die Hafenämter in Aschaffenburg, Regensburg und Passau eingerichtet und unter dem Dach der damaligen „Bayerischen Landeshafenverwaltung“ zusammengefasst.

Damit war der Startschuss zu einem wirtschaftlichen Aufschwung erfolgt, der – mit Unterbrechungen durch den Zweiten Weltkrieg und dem danach nötigen Wiederaufbau der Hafenanlagen – bis heute anhält. Eine aktuelle Erhebung zeigt die positive Beschäftigungsentwicklung an den sechs bayernhafen-Standorten.

Mittlerweile sind dort rund 400 Unternehmen ansässig, die gemeinsam fast 16.000 Mitarbeitende beschäftigen. Das ist ein Zuwachs um 22,7 Prozent seit der letzten Erhebung im Jahr 2016 und unterstreicht eindrucksvoll die Bedeutung der Binnenhäfen als regionale Jobmotoren.

Die Studie konzentrierte sich auf die Beschäftigung im Hafengebiet. Dazu wurden alle angesiedelten Unternehmen zum Bezugsjahr 2023 befragt. Das Ergebnis: 15.970 Personen arbeiten bei den Hafenfirmen in den sechs Standorten.

Diese positive Beschäftigungsdynamik spiegelt sich auch in den Zahlen der einzelnen Standorte wider. Überall stieg die Anzahl der Arbeitsplätze gegenüber der vorherigen Erhebung an:

„bayernhafen ist Heimathafen für zahlreiche Unternehmen vom Mittelständler bis zum Global Player“, erklärt Geschäftsführer Joachim Zimmermann. Die steigenden Beschäftigtenzahlen würden den Erfolg des Investitionskurses in Flächen und Infrastruktur belegen.

Wenn die Kunden erfolgreich am Markt agieren und selbst ebenfalls investieren, sei dies die Grundlage für gute und sichere Beschäftigung. „So schafft und sichert bayernhafen Arbeitsplätze im Hafengebiet und darüber hinaus“, unterstreicht Joachim Zimmermann.

Der Geschäftsführer betont auch den Beitrag der Hafenunternehmen: „Unsere Standorte sind regionale Jobmotoren – dank der starken Hafencommunity. Unser Dank gilt allen Hafenkunden, die uns mit Daten unterstützt haben und ohne die eine solche empirische Erhebung nicht durchführbar wäre.“

Bereits in einer 2016 vorgestellten empirischen Erhebung zu den regionalen Beschäftigungseffekten zeigte sich, dass die bayernhafen-Standorte wirksame Hebel für Beschäftigung in der jeweiligen Region sind. Die Studie auf Basis eines gemeinsam vom Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e.V. und dem Institut für Verkehrsplanung und Logistik an der Technischen Universität in Hamburg entwickelten Leitfaden, belegte, dass auf jeden Arbeitsplatz im Hafengebiet mindestens zwei weitere Arbeitsplätze in den mit den Standorten verflochtenen Regionen kommen, die direkt und indirekt vom Hafen abhängen.

Ein Beispiel aus dem Anlagenbau: Tilman Weide, Vorsitzender des VDMA-Landesverbandes Bayern und SVP Global Execution bei Linde Engineering betont die Bedeutung des bayernhafen Passau zur Standortsicherung des Werk Schalchen-Tacherting: Riesige Anlagen wie Coldboxen würden von dort zum Hafen in Passau und weiter über die Donau transportiert.

„Es wäre schwierig für uns, wenn wir diese Großtransporte nicht im Hafen abwickeln könnten. Ich schätze ein knappes Drittel der Produkte lässt sich kaum noch mit dem Lkw befördern“, so Tilman Weide. Ohne diese Möglichkeit wäre ein Drittel der 700 Arbeitsplätze im Werk gefährdet, und dem Standort fehlte womöglich die nötige „kritische Masse“.

www.bayernhafen.de

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