DB Cargo steckt weiter tief in den roten Zahlen

Die Güterverkehrstochter der Deutschen Bahn hat ihr Ergebnis zwar verbessert. Offen Baustellen gibt es aber zuhauf.

DB Cargo steckt weiter tief in den roten Zahlen Bild: DB Cargo

Die Gütersparte DB Cargo bleibt das größte Sorgenkind der Deutschen Bahn. Wie aus der Halbjahresbilanz 2025 des Konzerns hervorgeht, hat das Tochterunternehmen heuer in den ersten sechs Monaten rund 83 Mio. Tonnen Güter auf der Schiene transportiert – um 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz der DB Cargo ist um neun Prozent auf 2,5 Mrd. EUR gesunken (im ersten Halbjahr 2024: 2,8 Mrd. EUR). Immerhin verbesserte sich das operative Ergebnis um 165 Mio. EUR auf minus 96 Mio. EUR.

Bei der Güterverkehrstochter führt man die tiefroten Zahlen u.a. auf die weiterhin schwache Konjunktur zurück. DB Cargo muss spätestens bis Ende 2026 profitabel werden, da sie sonst auf Druck der EU-Kommission zerschlagen wird.

Jahrelang hatte der Gesamtkonzern die hohen Cargo-Verluste mit Überschüssen aus anderen Unternehmensbereichen ausgeglichen, darf das aber künftig nicht mehr. Private Güterbahnen hatten mit einer Beschwerde in Brüssel erreicht, dass die EU-Kommission diese Quersubventionierung ihres staatlichen Konkurrenten verboten und der DB dieses Ultimatum gestellt hat.

Die Frachtsparte mit ihren zuletzt rund 30.000 Mitarbeitenden belasten vor allem hohe Personalkosten, die private Güterbahnen so nicht haben. Schon jetzt transportieren letztere nach Angaben ihres Dachverbandes mehr als 60 Prozent aller Güter auf der Schiene.

Doch vom aufwändigen und wenig lukrativen Einzelwagen-Verkehr, bei dem Güterzüge aus verschiedenartigen Waggons auf Rangierbahnhöfen erst zusammengestellt werden müssen, wickelt die DB Cargo weiter den größten Teil ab. Sie erwägt aber nach Medienberichten, das Geschäft aufzugeben, wenn die öffentliche Förderung nicht erhöht werden sollte.

www.dbcargo.com/rail-de-de

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