74,4 Mio. EU-Fördermittel für den heimischen Schienenverkehr

Programm „Connecting Europe Facility – Transport“ bedenkt ganz stark den ETCS Level 2 Ausbau in Österreich.

74,4 Mio. EU-Fördermittel für den heimischen Schienenverkehr Bild: Siemens Mobility

Die EU-Mitgliedstaaten haben am 2. Juli im CEF-Transport-Komitee grünes Licht für neue Fördermittel zur Modernisierung des europäischen Verkehrssektors gegeben. Insgesamt fließen über 86,5 Mio. EUR aus dem europäischen Förderprogramm Connecting Europe Facility – Transport (CEF-T) in österreichische und grenzüberschreitende Projekte mit starker österreichischer Beteiligung. Rund 86 Prozent der Mittel kommen direkt dem heimischen Schienenverkehr zugute.

Mobilitätsminister Peter Hanke ist erfreut über die Förderzusage: „Diese EU-Förderung ist ein starkes Signal für eine moderne, sichere und nachhaltige Mobilität in Österreich und ganz Europa. Besonders positiv ist die konsequente Unterstützung beim Umstieg auf das neue europäische Zugsteuerungssystem ETCS. In nur zwei Jahren konnten wir knapp 95 Mio. EUR für dieses Zukunftsprojekt sichern. Das stärkt nicht nur unsere Infrastruktur, sondern bringt auch konkrete Verbesserungen für Reisende und den Güterfernverkehr.“

Ein zentrales Ziel der zugesprochenen Fördermittel aus Brüssel ist es, die bessere Vernetzung des europäischen Bahnverkehrs zu ermöglichen. Mit gezielten Investitionen wird die Anschlussfähigkeit gesteigert – also die technische und betriebliche Abstimmung zwischen nationalen Bahnsystemen. Im Mittelpunkt stehen dabei die österreichischen Streckenabschnitte entlang der transeuropäischen Verkehrskorridore.

Schwerpunkte der EU-Finanzierung sind:

  • ETCS Level 2 Ausbau (44,6 Mio. EUR Förderung): Der streckenseitige Ausbau des modernen europäischen Zugsteuerungssystems entlang wichtiger Streckenabschnitte ist ein Meilenstein für die digitale Schiene.
  • ETCS-Fahrzeugausrüstung und Upgrade (18,3 Mio. EUR Förderung): Zahlreiche ÖBB Taurus und Railjet-Züge werden mit aktueller ETCS-Technologie ausgerüstet – für reibungslose Fahrten über Landesgrenzen hinweg.
  • Digitale automatische Kupplung – DAK (2,2 Mio. EUR Förderung): Mit einem Pilotprojekt wird ein weiterer Schritt zur Automatisierung des Güterverkehrs gesetzt.
  • Safe & Secure Truck Parking (6 Mio. EUR Förderung): Neue, sichere Lkw-Parkplätze entlang wichtiger Verkehrsachsen erhöhen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen.
  • Internationale Kooperationen bei multimodalen & digitalen Innovationen: Österreich ist insgesamt an zehn grenzüberschreitenden Projekten, unter anderem zur Digitalen Automatischen Kupplung (DAK), zur Harmonisierung multimodaler Datenströme (eFTI) sowie zur Digitalisierung des Verkehrsmanagements (ITS-Projekte mit ASFINAG, AustriaTech und SCHIG).

Der positive Fördervorschlag wurde von den EU-Mitgliedstaaten mit qualifizierter Mehrheit angenommen. Damit ist der Weg frei für die Vertragsvorbereitungen. Bald fließe die erste Tranche der EU-Mittel nach Österreich, kündigt das Mobilitätsministerium an.

www.bmimi.gv.at

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