2025 war ein gutes Jahr für die Luftfracht

Das Transportaufkommen übertraf die Prognosen für das Jahr und stieg zwischen Europa und Asien um über 10 Prozent.

2025 war ein gutes Jahr für die Luftfracht Bild: One Air

2025 war ein gutes Jahr für die Luftfahrtindustrie, zieht IATA-Generaldirektor Willie Walsh Bilanz. Das Frachtaufkommen stieg um 3,4 Prozent und übertraf damit die ursprünglichen Prognosen für das Jahr deutlich. Jedoch waren die Auswirkungen der geopolitischen Veränderungen im Luftfrachtbereich wesentlich stärker spürbar als im Passagierverkehr. 

Betrachtet man die wichtigsten Luftfrachtrouten Asien–Nordamerika und Asien–Europa, die zusammen über die Hälfte des Luftfrachtvolumens ausmachen, so zeigte sich ein Rückgang des Frachtaufkommens zwischen Asien und Nordamerika um 0,8 Prozent. Das ist der erste Nachfrageminus auf diesem Markt seit geraumer Zeit. 

Gleichzeitig stieg das Frachtaufkommen zwischen Europa und Asien um 10,3 Prozent. Die Region Asien-Pazifik verzeichnete eine deutliche Zunahme um 8,4 Prozent. Mit Blick auf das Jahr 2026 prognostiziert die IATA ein Wachstum von 2,4 Prozent und damit ein etwas geringeres Plus als im Jahr 2025. 

Die Unterbrechungen der Lieferketten haben weiterhin erhebliche Auswirkungen. Laut einer von IATA in Auftrag gegebenen Studie werden die zusätzlichen Kosten für die Luftfahrtindustrie auf über 11 Mrd. USD geschätzt. Zwei Drittel davon entfallen auf höhere Treibstoff- und Wartungskosten, da die Flotte der Branche aufgrund von Lieferverzögerungen neuer Flugzeuge im Durchschnitt zwei Jahre älter ist als der langjährige Schnitt. 

Auch die Bemühungen der Branche zur Verkleinerung ihres ökologischen Fußabdrucks ist ins Stocken geraten. Die Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) erreichte 2025 gerade 1,9 Mio. Tonnen, was nur 0,6 Prozent des gesamten Kerosinverbrauchs entspricht. Die SAF-Preise übersteigen die Preise für fossilen Kerosin um ein Vielfaches.

www.iata.org

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