2025 hat das Zollamt Österreich Abgaben in Höhe von fast 8,4 Mrd. EUR aus verschiedenen Steuern und Zöllen eingenommen. Im abgelaufenen Jahr sind in Summe 6,8 Mio. Anmeldungen beim Zoll abgewickelt und dabei rund 177.500 Kontrollen durchgeführt worden. Dazu kamen rund 366.000 mobile Kontrollen, 81.000 im Reiseverkehr sowie 7.700 im Bereich der Verbrauchssteuern.
Diese Zahlen gaben Finanzminister Markus Marterbauer, Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl und ZAÖ-Vorständin Andrea Reuter in einer Bilanz über die 2025 von der Behörde erbrachten Leistungen bekannt. Neben rund 1.700 Mitarbeitenden sind auch zwei Dutzend Hunde beim österreichischen Zoll tätig.
Warenkontrollen im Zuge der Zollabfertigung dienen neben fiskalischen Aspekten auch dazu, sicherzustellen, dass Produkte den bestehenden Regelungen zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit sowie Verbraucher- und Umweltschutz entsprechen. Diese Kontrollen des Zollamts Österreich im Bereich der Marktüberwachung führten 2025 zu 1.530 Meldungen an die zuständigen Marktüberwachungsbehörden.
In 1.311 Fällen wurde keine Überführung der Produkte in den freien Verkehr genehmigt. Ein prägnantes Beispiel dafür war ein Aufgriff im Jänner 2025 am Hafen Wien: In zwei aus China kommenden Containern wurden insgesamt 120.000 Stück Badeenten aus Kunststoff kontrolliert.
Neben dem Verdacht auf Produktpiraterie wurde auch die Konformität dieser Waren hinsichtlich der Produktsicherheit angezweifelt. Nach einer Meldung an die zuständige Marktüberwachungsbehörde und einer Laboruntersuchung wurde festgestellt, dass die Produkte stark gesundheitsgefährdende Substanzen enthielten und daher nicht als Badespielzeug geeignet waren.
Im Bereich der Produktpiraterie wurden im Vorjahr aufgrund von Kontrollfeststellungen in 4.635 Verfahren insgesamt 115.850 gefälschte Waren beschlagnahmt und eingezogen. Der Zoll schützt damit nicht nur Konsumentinnen und Konsumenten vor potenziell unsicheren Produkten, sondern auch Unternehmen vor Wettbewerbsverzerrung durch Fälschungen.
2025 wurden unter anderem 448 Kilogramm Suchtgift sichergestellt, wobei der Großteil auf Cannabis entfiel. Weiters wurden 392.000 Stück Arzneimittel eingezogen, darunter sowohl illegal eingeführte Medikamente als auch gefälschte oder verfälschte Arzneiwaren und Anabolika.
Auch Tabakwaren sind eine beliebte Schmuggelware. Das Zollamt Österreich beschlagnahmte im abgelaufenen Jahr rund 8,8 Mio. Zigaretten. Außerdem wurde versucht, 55 lebende Tiere, darunter sieben Warane aus Doha, illegal nach Österreich zu bringen.
Eine deutliche Zunahme gab es bei den Betriebsprüfungen. Rund 630 Prüfungen brachten 2025 um 24,7 Mio. EUR mehr ein, das entsprach einem Plus von 74,5 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.