In Wien-Leopoldstadt, am rechten Donauufer unterhalb der Reichsbrücke, erhält die Wasserstraßengesellschaft viadonau ihre neue Unternehmenszentrale. Das schwimmende Bürogebäude in Schiffsform soll moderne Bautechnik, Forschung und nachhaltige Energieversorgung vereinen.
Bei einer gemeinsamen Begehung mit Eigentümervertreter Verkehrsministerium, dem viadonau Aufsichtsrat, mit den Geschäftsführern der ausführenden Baufirma ÖSTU Stettin, der Pittino & Ortner Architekturbüro ZT-Gesellschaft sowie der serbischen Werft, die den Rumpf gefertigt hat, wurde am 31. März 2026 der offizielle Start für den Hochbau begangen.
Bei dem Projekt kommen u.a. eine klimaneutrale Bautechnik nach Gold-Standard, innovative Systeme zur Energiegewinnung aus organischen Abfällen mittels neuartiger Toilettenanlagen sowie Wärmeerzeugung durch Donauwasser zum Einsatz. Photovoltaikmodule am Dach ergänzen das Energiekonzept.
Der natürliche Baustoff Holz soll bewusst als Gestaltungsmittel eingesetzt werden und für ein natürliches und behagliches Raumgefühl sorgen. Glasflächen gewährleisten reichlich Licht, schaffen Transparenz und erlauben den Blick aufs Wasser.
Die entwickelten Lösungen sind gezielt auf die Anforderungen der Schifffahrt ausgelegt. Insbesondere Bauweise, Energieeffizienz und Abfallmanagement sollen künftig als Vorbild für die Passagierschifffahrt dienen.
Künftig werden neben den Mitarbeitenden von viadonau auch die Oberste Schifffahrtsbehörde und die Wasserpolizei am neuen Standort am Handelskai tätig sein. Die direkte Anlegemöglichkeit für Einsatzboote der Polizei unterstreicht die funktionale Integration des Standorts in die Wasserinfrastruktur.