Liebherr-Transportation Systems wurde vom Schweizer Zughersteller Stadler Bussnang mit der Lieferung von propanbasierten HLK-Systemen beauftragt, die in Batteriezügen des Typs FLIRT Akku integriert werden. Die Triebwagen gehen 2028 bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in Betrieb.
Liebherr-Transportation Systems wird für 16 FLIRT-Akku Züge Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungssysteme (HLK) bereitstellen, die Propan (R290) als natürliches Kältemittel nutzen. Die Züge in Drei-Wagen-Konfiguration werden von der Stadler Bussnang AG (Schweiz) hergestellt. Die erste Lieferung der drei Fahrgast- und zwei Führerstand-HLK-Geräte erfolgt in Kürze.
Die FLIRT-Akku Züge mit einer Sitzplatzkapazität von jeweils 160 Passagieren sind vor allem für den Einsatz auf nicht oder nur teilweise elektrifizierten Strecken entlang der Kamptalbahn in Niederösterreich vorgesehen. Sie ersetzen künftig einen Teil des bestehenden Diesel-Fuhrparks der ÖBB.
„Mit unserem propanbasierten HLK-System bieten wir Fahrzeugherstellern und Betreibern eine effiziente Lösung für eine nachhaltigere Mobilität. Als österreichisches Unternehmen freuen wir uns darauf, unsere Kunden und lokalen Betreiber bei der Anwendung und Wartung von propanbasierten HLK-Systemen weiter zu unterstützen“, kommentiert Roland Friedrich, Global Key Account Manager für Stadler.
Die von Liebherr entwickelte HLK-Technologie mit Propan als Kältemittel garantiert Bahnbetreibern eine zuverlässige Produktlösung mit geringen Ausfallzeiten. Das wartungsfreundliche Konzept berücksichtigt alle relevanten Sicherheitsanforderungen, wie beispielsweise die Entflammbarkeit des Kältemittels.
Propan (R290) bildet eine natürliche Alternative zu herkömmlichen, umweltschädlichen Kältemitteln. In Bezug auf den Druck ist es dem Kältemittel R134 sehr ähnlich. Je nach Klimabedingungen und Konfiguration mit einem GWP-Wert (Global Warming Potential) von bis zu drei bietet es ein geringes Treibhauspotenzial sowie maximale Kühlleistung bei minimalem Energieverbrauch.
